Auf den Wegen des Cid

Was sind wir froh, dass wir den Jakobsweg bereits 1992 gemacht haben, als dort gerade einmal, wenn man alle Wanderstöcke mitzählte, 10 000 Pilger im Jahr unterwegs swaren. Jetzt sind es ca. 170 000 und da 2010 wieder ein Heiliges Jahr in Compostela ist, wird wohl locker die 200 000 Schallmauer durchbrochen. Und da sind die Busreisenden und sonstige Fußkranke nicht mitgezählt. Es wird Zeit, sich nach (spanischen) Alternativen umzuschauen.

Da gibt es z.B. den

Camino Cid

benannt nach den berühmten spanischen Nationalhelden Rodrigo Díaz de Vivar und auf seinen Spuren. Es geht entweder zu Fuß oder mit dem Auto mehr oder weniger auf die Strecke von Cid Heimatort Vivar nach Valencia. Ob es Unterkünfte wie auf dem Jakobsweg gibt, habe ich noch nicht herausfinden können, man muss wohl eher in Hotels und Pensionen übernachten, aber einen Camino-Pass mit Möglichkeiten dafür einen Stempelnachweis zu erhalten, gibt es auch hier. Statt einer heiligen also eine heldenhafte Schnitzeljagd. Und lernt dabei ein völlig unbekanntes Spanien kennen. Wer kennt schon Orte wie Sigüenza oder Covarrubias? Es lohnt sich, sie kennen zu lernen. Wer es nicht unbedingt möchte, braucht auch dem Cid nicht bis Valencia zu folgen.

Wer es etwas organisierter möchte, denn auf dem Camino del Cid sind sicherlich Spanischkenntnisse vonnöten, so wie in der Frühzeit auf dem Jakobsweg auch, der kann mit der von mir geschätzten Agentur Terraviva in Aragon wandern, Informationen hier:

http://www.terraviva.de/wandern-spanien-aragon/

So schön wie auf dem Jakobsweg wird es allemal ! Auch wenn am Ende keine große Kathedrale lockt. Wichtig ist doch am Ende ohnehin, welches Ziel man sich selber setzt.

Euer To.

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