Ein vergangenes Jahr …

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Ein neues Jahr ist da, aber wir erinnern uns auch gerne an das Vergangene:

Weihnachtsbrief 2009:

Das Jahr 2009 war so entspannt und beschaulich, wie ich es mir gewünscht habe. Es hatte nur einen Nachteil: Es war sehr schnell vorbei. Es ist aber auch so viel geschehen!

Festtage am Jahresbeginn: Die Adventszeit 2008 war ruhig und ohne Termindruck. Einzig Lenis Beerdigung war ein sehr trauriges Ereignis. Weihnachten und die Festtage verbrachten wir bei Annettes Schwester und in der Nähe ihrer Eltern. Der Gänsebraten darf nicht unerwähnt bleiben. Tradition zwischen den Jahren ist bereits, dass Steffen vorbei schaut, diesmal in Begleitung von Susanne und Cedric. Sylvester verbrachten wir in Niemegk bei Annettes Bruder und Familie. Im „menschenleeren“ Brandenburg war das übliche Geknalle fast zu ertragen. Die „Zeit zwischen den Jahren“ endet bei uns erst mit dem 6. Januar. Ich verzeichnete Schneefall und Kälte von -20 Grad. Aufwärmen konnten wir uns bei dem wichtigsten Familienkreistermin, der niemals versäumt werden darf: Das Grünkohlessen bei Ingrid und Carsten.

Es hat sich letztes Jahr bewährt, Euch liebe Verwandte und Freunde, unser Jahr thematisch aufzugliedern. Wo aber beginnen wir, was war am Wichtigsten? Ach ja: Schüleraustausch: Wir bekamen im August ein neues Kind, ein Gastkind: Paulina aus Venezuela. Sie brachte anscheinend etwas Sommer und Hitze mit. Annettes Geburtstagsausflug führte uns in den Wörlitzer Park. Das war ein Traumtag! Überhaupt war der August sehr warm, und mitten in der Hitze brach Marie nach Japan auf. Sie wohnt nun bis Juli 2010 in Tokio bei einer Gastfamilie mit zwei Kindern, bei denen sie sehr offen und freundlich aufge-nommen worden ist. Wer sie besuchen möchte, kann dies auf http://sucettemarie.livejournal.com/ tun. Paulina hat sich inzwischen auch gut eingelebt, einen guten Eindruck in Dessau gemacht und beeindruckte uns mit der Geschwindigkeit, mit der sie Deutsch gelernt hat.

Gesundheitszentrum: Nach dem Scheitern des Wittekind-Projektes konnte Annette endlich im September ihren Traum eines Gesundheits-zentrums verwirklichen: Sie eröffnete zusammen mit anderen Ärzten und Therapeuten das „Medizinische Zentrum Geiststraße“. Wer näheres wissen möchte: www.mz-geiststrasse.de. Und ich persönlich danke noch mal allen, die bei meinem Geburtstag für die Tischtennisplatte für denSportraum des Zentrums gespendet haben.

Sorgen: Gerhard musste sich einer wichtigen Operation unterziehen und es brauchte lange, bis er wieder auf den Beinen war. Auch unser großer Freund Maic, von dem wir nicht dachten, ihn könne etwas umpusten, musste im Herbst ins Krankenhaus. Inzwischen geht es ihm auch wieder besser. Und mit Dirk waren wir im Advent sogar zu einer Lesung seines Lieblingsautors Vladimir Kaminer.

Was wären wir ohne Familie? Der Höhepunkt im familiären Festkalender im Winter ist Eva-Marias Geburtstag. Wir lernten Maximilians neue Freundin Tine kennen. Damit begannen unsere Annäherungen an Bayern, die Beziehungen dorthin verbesserten sich noch weiter im Verlauf des Jahres. Im März 2009 begingen Annette und ich das 17. Jahr unseres gemeinsamen Lebens. Im April hatte Arnold Erstkommunion in der Kirche in Treuenbrietzen . Gerhard feierte im Mai seinen 75. Geburtstag mit Vorträgen in seinem ehemaligen Werk in Bitterfeld. Der Mai war auf jeden Fall eine Erholung. Ich erinnere mich an Gewitterpaddeln und Federball mit Hannes. Aufregung gab es um Oma Inge, die wir gerne auf „betreutes Reisen“ nach Gran Canaria geschickt hätten, was leider nicht klappte. Nun geht es wohl nach Mallorca im Frühjahr. Sie wünscht sich sehr, noch einmal zu verreisen.

Reisen: Wie schon 2008 gab es auch 2009 keine große Reise für uns (Marie mal ausgenommen). Einen kleinen Winterurlaub verbrachten wir in Winderatt bei Flensburg, Ferien im Garten der alten Obstsorten. Die Kinder lieben das Haus dort. Ich entspannte bei Romanen von Muñoz Molina. Zum Vorlesen und für historisch Interessierte sei „Die Stadt der Kalifen“ von ihm hervorgehoben.

Ende Juli fuhren wir auf die Turmhügelburg Lütjenburg, dazu mehr bei „Mittelalter“.

Im Herbsturlaub lernten wir eine völlig exotische Gegend kennen: Oberbayern! Wir waren dort zu Gast bei Familie Uhl. Paulina und Co. konnten dank Gerald Uhls unermüdlichen Fahreinsatz an einem Tag Österreich, Italien, einen verschneiten Pass und mehrere Schneeballschlachten erleben.

Mittelalter und historische Darstellung ist auch 2009 ein großes Hobby von uns geblieben und nahm uns auf die eine oder andere Art in Anspruch: Ende Januar machten wir unsere Vereinssitzung vom Lebendige Geschichte e.V. in Braunschweig und gleichzeitig eine Vereinsfahrt nach Oldenburg , die mir noch in wunderschöner Erinnerung ist. Archäologisch gab es im Januar eine Sensation: Die Auffindung des Sarges mit den Überresten der ottonischen Königin Editha. Ich konnte bei der sehr lebhaften Pressekonf. dabei sein. Hannes, Christian und ich verbrachten Ende Febr. ein Wochenende beim Schleuderer-Meister, Silvio, dem

Tag des offenen Denkmals in Großleinungen. Das von uns organisierte Lager war klein, aber fein. Im Herbst machten wir ein Ausstellungswochenende mit Sabine und Carsten. Zusammen mit den zwei Berliner Templern besuchten wir den Kunigundentag.

Das Gutsleben: Die Osterfeiern mit Lamm auf Gut Gimritz setzten der Fastenzeit ein Ende. Der Senegalabend gehört zu den obligatorischen Ausflügen der Gutsmannschaft. Der Monat Juni begann mit „Schafskälte“ und es wurde gewählt: Stadtrat und Europa. Fahrradausflug nach Wettin mit Hannes Klasse und Projekttage an der Latina folgten. Das Schuljahr ging zu Ende. Die Sommer-ferien begannen: Katrins Geburtstag ist uns als wundervolle Feier in Erinnerung geblieben. Die Badezeit am Fluss begann! Auch der Leseabend wurde fortgesetzt, jede Flasche Proseco war eine Erinnerungsflasche an Leni. Im November gab es Martinsgans und neuen Nachwuchs: Der kleine Heinrich von Lisa und Martin. Mit Iris und Wilfried gab es einen schönen Spieleabend.

Nicht zu vergessen: Wir halfen wieder beim Valentinsabend in der Moritzkirche, der 2010 wg. ungünstiger Ferientermine leider ausfallen muss. Und wir bedanken uns herzlich für die Einladung zum Diplomkonzert von Paul Kaufmann in Leipzig. Er wirkt bereits seit einigen Jahren als Tenor an der Deutschen Oper in Berlin.

Am Ende: Marie vermisst die Sterne, die sieht man über Tokio nicht. Unser Kinotipp für Weihnachten wäre „Die Weihnachtsgeschichte“ nach Dickens mit dem exzentrischen Jim Carey. Und nun: Wunderschöne Weihnachtstage und einen guten Start ins Jahr 2010 wünschen wir !

Weitere Weihnachtsbriefe sind hier zu finden: 20082007 ~ 2006 ~ 2005 2004 ~ 2003 ~ 2002 ~ 2001 ~2000 ~1999

 

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