Archive for März, 2010

Elefantöse Museumseröffnung

Freitag, März 26th, 2010

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Am 25. März 2010 war es wieder soweit: Das Landesmuseum für Vorgeschichte lud zu einer neuen Ausstellung ein: Elefantenreich - Eine Fossilwelt in Europa. Der größte jemals lebende Elefant, der Waldelefant, begrüßte uns als Rekonstruktion im Atrium.

Neben  etwa 200 000 Jahre alten Fossilienknochen von Waldelefanten sind auch von anderen Tieren der Vorzeit Knochen zu bewundern: Drei Nashornarten, der Damhirsch, Auerochse, Wildpferd, auch Raubtiere wie Bären, Höhlenhyänen und Höhlenlöwen, sowie kleinere Tiere wie Fuchs, Dachs, verschiedene Mäuse und Gänse, Schwäne und Enten tummeln sich auf der unteren Etage des Landesmuseum. All dies stammt zum größten Teil vom Fundort Neumark-Nord in der Nähe von Halle.  Die belegte Anwesenheit von Menschen in dieser an einem See befindlichen Fauna wird durch die durch die Lanze von Lehringen hervorragend repräsentiert. Mit dieser Lanze aus Eibenholz, die zur Elefantenjagd benutzt worden ist, konnte nachgewiesen werden, dass der Neandertaler auch Großwild jagte und welchen Mitteln er es tat.

Das Elefantenreich ist eine relativ kleine Ausstellung, die sich nur auf dem untersten Stockwerk des Museums befindet. Wieder dominiert das für Halle schon typische Schwarz. Und wieder typisch für Halle: Wundervolle, fast schon geniale Inszenierung der Funde, aber wo bleiben die Kinder? Das kann man auch nicht mit einer elefantösen Kooperation mit dem Zoo kompensieren. Liegt es am mangelnden Durchsetzungsvermögen der zuständigen Museumspädagogik gegen die “Schwarzen”-Museumsmacher Meller/Schauer? Ich weiß es nicht, aber zieht sich durch fast alle Ausstellungen dieses Hauses. Ich glaube fast, es braucht einen Kinderbeauftragten, der schon bei der Ausstellungskonzeption mitwirkt für dieses Haus.

Ja, natürlich hat es uns gefallen. Ganz herzlichen Dank für die Einladung von Dr. Muhl und die herzliche Begrüßung durch Dr. Zich. Und wir werden auch mit unserem Gastkind Paulina noch einmal kommen. Einen Sonderpreis gibt es bei der Eröffnung für das einfallsreiche Büfett. So einen essbaren Knochen hätte ich mir eigentlich zur Erinnerung mitnehmen müssen.

Mehr dazu in Kurzfassung … oder im Elefantenreich selbst … oder im Halleforum.

 Euer To.

 

Rückkehr des Winter

Sonntag, März 7th, 2010

Winterblume

Der Winter ist zurückgekehrt. Der Hof ist mit Schnee bedeckt. Die Kälte hält uns dieses Jahr lange in den Bann. Dabei schreit alles nach Frühling. Wenigstens die Sonne scheint zu den Fenstern herein…

An einem Märzmorgen 2010, der To.

Die Straße gleitet fort …

Dienstag, März 2nd, 2010

Am Morgen komme ich durch den Gimritzer Park und fühle mich wie Bilbo auf Wanderschaft:  “Die Straße gleitet fort und fort. Weg von der Insel, wo sie begann …”. Das Wasser ist nicht gestiegen und ich komme an der Schafbrücke über die Saale. Gleich darauf blicke ich auf die Türme der Marktkirche, leider stört das neugebaute und häßliche Mediencentrum diese Sichtachse. Der MDR-Bau ist weniger dem Auge schädlich und gleich darauf begrüßen mich die Glocken der Moritzkirche wie einen alten Freund.  Noch kurz den Weg am Elisabeth-Ensemble, schon bin ich in den Stiftungen und die Tür meiner Bibliothek öffnet sich für einen neuen Tag. Warum ab heute zu Fuß ? Es kann nicht nur am Frühling liegen. Oh nein !

Die Stadtlinie schmeckt mir endgültig nicht mehr! - Immer der Eindruck, die Kontrollen sind  in erster Linie darauf angelegt, die Dauerkunden noch mehr abzukassieren; das Theater mit Marie und dann neue Mitarbeiter, die ausschauen, als wären sie auf einer Demo mit ganz strammen Gesellen rekrutiert worden und sich so auch den Kunden gegenüber benehmen. Ich hatte eine Zeitlang das Gefühl, die Stadtlinie würde sich gut entwickeln, aber diese Kontrollabteilung und die ihr unterordnete (ausgelagerte) Kontrollfirma machen mit Inkompetenz und arroganter Frechheit gegenüber den Fahrgästen alles wieder kaputt. Die Geschäftsleitung kann die Hände in Unschuld waschen.  - Nein, ich habe die Nase voll. Die Stadtlinie hat einen langjährigen Kunden verloren! Herzlichen Glückwunsch !

Viel Zeit habe ich nicht verloren. Mit der Bahn über 25 Min. Zu Fuß 35 Min. Das macht nicht viel aus. Es ist Fastenzeit und ich bin gern auf Schusters Rappen. Für die Straßenbahnkarte kann ich mir sehr viele schöne Schuhe kaufen.

Beim Schlendern, der to. “Die Straße gleitet fort und fort …”