Frohes Fest

Weihnachtsbrief 2010

Allen Familienangehörigen, Freunden, Kollegen und Nachbarn ein wunderschönes und lichterfülltes Christfest und einen guten Start ins neue Jahr.

2010 war für uns keinesfalls ein schlechtes Jahr, wir hätten etwas weniger Winter gebrauchen können, ein nicht so graues Frühjahr und nicht so viel Regen. Damit ist schon vieles gesagt.

Zwischen den Jahren: Das ist die Zeit der Versunkenheit und der Weihnachtsbesuche. Sylvester wurde auf Gut Gimritz gefeiert, aber schon waren wir in Brandenburg bei Annettes Bruder. Das Grünkohlessen bei Ingrid und Carsten am 6. Januar darf nicht vergessen werden: Ein kulinarischer Start ins neue Jahr. Der Grünkohl war sicher nicht am Schneesturm „Daisy“ schuld. Alle gingen rodeln, wen wundert es!

Familie und Freunde: Marie ist zurück aus Tokio und hat die Umstellung auf die deutsche Schule gut überstanden. Oma Inge war auf Mallorca. Der Wunsch mit der Reise ist in Erfüllung gegangen. Es war eine betreute Reise und sehr schön. Aber der Höhepunkt jedweder Familienfeierlichkeiten war natürlich in diesem Jahr die Goldene Hochzeit von Tante Ingrid und Onkel Gerolf im April. Es war eine wundervolle Feier. Herzlichen Dank auch, dass unsere Paulina mitfeiern durfte. Die Parties jagten sich in diesem Zeitraum: Gern denke ich an Hansis Blumenkinderfest zurück. Michi übernahm bei Gerhards Geburtstag das Grillen. Daneben haben wir auch noch einen Neuzugang zu vermelden: Lilianora, die Tochter von Tine und Maximilian. Herzlichen Glückwunsch noch mal! Glückwünsche auch Michi zur Firmung. Maic haben wir, immer wenn wir vorbeikamen, in Hamburg besucht. Das war uns und ihm sehr wichtig. Viele andere Freunde besuchten uns, Anna, Ju, Steffen, Jaegoor … wir hatten schöne Stunden miteinander. Auch Annettes Schwester Brigitte ist ein gern gesehener Besuch bei uns. Aus der Steinzeit kam vorbei: Der „Holzwurm“ und Autor Wulf Hein. Ja, und Sabine und Carsten, wie konnte ich Euch vergessen!

Gastkinder: Paulina Santamaria aus Caracas, Venezuela, war wohl das liebe Gastkind, dass sich jede Gastfamilie wünschen würde. Aber die 11 Monate bei uns waren rasch vorbei: Für fast eine Woche gab es eine Staffelübergabe: Eunice und Hernán machten die Reise ihres Lebens, kamen von Caracas nach Europa vieja (altes Europa) herüber und wohnten eine Woche auf Gut Gimritz. Drei Tage lang zeigten wir ihnen die schönsten Orte Sachsen-Anhalts. Besonders gefallen hat Ihnen Wittenberg und die Luther-Stätten. Im August und September hatten wir ein weiteres Gastkind: Yuki aus Tokio, eine Freundin von Marie, die unbedingt Deutsch und Deutschland kennenlernen wollte.

Reisen: Von Halle bis Winderatt war alles, Städte, Wald und Flur, weiß, weiß, weiß. Das war der Eiszapfenwinter! Wir machten keine große, sondern nur einige kleinere Reisen: Zuerst lernte Paulina Dänemark, die Ostsee und unsere netten Gastgeber in Winderatt kennen. Zu den Reisen gehören auch die kleinen Fluchten: Schön ist es in unserem Häuschen in Bad Sulza. Manchmal sind dort auch Freunde zu Gast: Mittsommer verbrachten wir zusammen mit unseren Vereinsfreunden Sabine und Karsten. Für einen kurzen Zeitraum gab es Sommerhitze.
Wir fuhren für eine Woche an die Obermosel und hatten dort ein schönes Ferienhaus. Wir waren von der Gegend sehr begeistert, in der Nähe gab es einen Forellenhof und wir unternahmen Ausflüge nach Trier, Luxemburg und Metz. Auf dem Rückweg besuchten wir unsere Winzer auf dem Disibodenberg. Der Regen begann!

Unsere „Lebendige Geschichte“ begann dieses Jahr schon im Schneewinter: Die Hartgesottenen trafen sich zur Winterklausur in Lindstedt. Am Heerbann Berlin-Brandenburg konnten wir leider nicht teilnehmen. Sportlich ging es im Verein bei den Schleuderern (von Davids Kampf gegen Goliath zumindest den Christen bekannt) zu: Hannes und Torsten errangen beim Wettkampf auf der Lütjenburg jeweils das gelbe T-shirt und gehören damit zu den besten deutschen Schleuderern (Unser gelb wird auf den Balearen als Teilnahmebedingung für die Weltmeisterschaften anerkannt!). Wir waren also wieder in unserem Museumsdorf an der Ostsee. Danke an Marc und Marietta für die Versorgung, an Lis, Torsten und Burgchef für die Gastfreundschaft. Aber die schönste Veranstaltung, die wir jemals als Mittelalterleute mitmachten, war „Wilhaim 1010“, von unseren Freunden in Weilheim, der Familie Uhl, organisiert. Fünf Tage haben wir das dortige Stadtjubiläum vor Alpenkulisse und am Ufer der Ammer gefeiert. Im Herbst wanderten wir mit den Berliner Freunden und Sabine in ottonischer Ausrüstung durch den Harz zur Stiftskirche Gernrode. Nun legten wir die Ausrüstung beiseite.
Gesundheitszentrum: Das Gesundheitszentrum „MZ-Geiststrasse“ hat sich gut entwickelt. Inzwischen ist alles belegt und auch die Kurse füllen sich langsam. Auch zwei große Parties gab es dort: Das Geburtstagsfest von Karin Meusel, der Allgemeinärztin, und die off. Eröffnung am 5. Mai 2010. Neben Karin und Annette arbeiten dort noch Iris, Sirikit und Christian, Angelika sowie Kathleen und Frank mit Team. Die Patienten erwartet dort eine wunderbare Atmosphäre.

Das Gutsleben: Unser Leben auf Gut Gimritz ging ins 8. Jahr, kaum zu glauben: Die erste Aktivität war gemeinsames Schneeschippen. Der Höhepunkt in Gimritzer Festkalender war wieder Ostern, besonders in der Osternacht ging es hoch her (aber erst nach der Kirche). Zu Pfingsten gab es Lammkeulen, zu Sankt Martin eine Gans aus Heinrichs neugestalteten Ofen. Iris und Wilfried kamen zu uns zum Spielen. Bei Doreen und Christian gab es auch Gutes zu essen. Und natürlich die Leseabende ! Unser Tierleben wurde durch ein Hornissennest direkt über der Tür eindrucksvoll ergänzt. Es war kein Paddeljahr durch die vielen Hochwasser und Dauerregen.

Bücher und Filme: Mein Buch des Jahres ist diesmal ein alter Schinken: „Reisen und Abenteuer im Zeppelin“ nach den Tagebuchaufzeichnungen von Hugo Eckener, tatsächlich geschehenes „Jules Verne“. Hannes hat die „Warriorcats“ verschlungen und Annette war von den „Merrily-Watkins-Krimis“ von Phil Rickman fasziniert. Unser Kino-Film des Jahres war „Alice im Wunderland“ von Tim Burton mit Johnny Depp als verrückten Hutmacher. Im Hauskino lief weiter Star Trek, Babylon 5 und am Ende des Jahres voll krass „Türkisch für Anfänger“!

Zum Schluss: Torsten geht seit März jeden Tag zu Fuß zur Arbeit, auch eine Art Fitnessprogramm und vielleicht nicht das Schlechteste. Wir kamen dieses Jahr oft ins Theater (mehr als sonst jedenfalls), zu meinem Geburtstag in den Moritzburghof in Verdis Oper Macbeth, solange die Theater in Halle noch stehen. Die Schließung unseres einzigartigen Jugendtheaters konnte gerade noch abgewendet werden. Als besonderes Vergnügen erwies sich der von unserem Freund Holger organisierte Bio-Abendmarkt in Halle. Am Ende des Jahres schneien wir bei den Lieben in Köthen vorbei.

Nun aber ein Licht und Seligkeit zu Weihnacht, die Herzen weit geöffnet, die Liebe empfangend, denn sie ist das schönste Christgeschenk.

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