Zwei Ausstellungen

Ostern ist vorbei und wurde nach traditioneller Gimritzer Art gefeiert. Allerdings konnten wir am Ostermontag nicht ausschlafen, denn unser japanischer Besuch Yuki ist endlich angekommen und wollte in der Frühe am Feiertag vom Zug abgeholt werden. Yuki ist mit ihrem Studium in Tokio fertig und lebt nun ein Jahr bei uns, um Deutsch zu lernen. So etwas wie ein private Evakuierungsmassnahme aus einem Katastrophengebiet? Mitnichten. Wir hatten es schon vorher vereinbart. Durch die Katastrophe in Japan hatte sich allerdings der Abflug von Yuki in Tokio etwas verzögert. Wir freuen uns jedenfalls sehr, dass sie hier in Halle bei uns ist.

Auf großer Fahrt: Die Franckeschen Stiftungen. Fotoquelle: Halleforum

Zwei Ausstellungen haben wir am Sonntag besucht und dazu natürlich Yuki mitgenommen.  Dabei fällt mir auf, dass ich die Franckeschen Stiftungen, obwohl ich doch bereits seit 20 Jahren auf dem Gelände arbeite, hier nur einmal am Rande erwähnt habe. Die Jahresausstellung des Haupthauses, jetzt nicht mehr Waisenhaus, sondern quasi ein Museum des Waisenhauses von August Hermann Francke, hat sich auf große Fahrt gemacht: Die Entdeckung Amerikas, die Besiedelung Nordamerikas durch Deutsche und die Mission dort durch das Franckesche Waisenhaus bzw. die Beziehungen Franckes zu den pietistischen Missionaren dort.  Der Kurator Dr. Veltmann hat das wieder wunderbar zu einer schönen und interessanten Ausstellung zusammengefügt, an der mich nicht die kleinen Fehlerchen, die sich mal einschleichen, stören, sondern das an den Ausstellungsstücken auch die kleinsten Infos fehlen und man sich anhand von Nummern durch einen kleinen Ausstellungsführer arbeiten muss. Nicht ganz so mein Geschmack. Aber wem das zu mühsam ist, dem empfehle ich eine Führung, am Besten von Dr. Veltmann persönlich. Ausführlicher Bericht mit Fotos zur Ausstellung im Halleforum. .. 

Denn wir wollten noch an diesem Nachmittag zu einer zweiten Ausstellung, der Eröffnung von Doppelpässe – Wie die Deutschen die Mauer umspielten, einer von Michael, einem Freund unseres Gimritzer Präsidenten Dirk, konzipierten Ausstellung. Ehemalige Fußballer, der neue Innenminister Stahlknecht, die OB (auf die wir auch gerne verzichtet hätten) und natürlich die Freunde vom Verein „Fußball ohne Gewalt“ z.B. Bernd und Heinrich waren dort. Ich hoffe, es war auch für Yuki interessant. Marie ist jedenfalls sehr amüsiert herumgegangen. Ich war schwer beeindruckt und habe das auch Sabine, Heinrich und Bernd kundgetan. Weitere Infos hier oder bei

Euer to.

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