03/2/10

Die Straße gleitet fort …

Am Morgen komme ich durch den Gimritzer Park und fühle mich wie Bilbo auf Wanderschaft:  „Die Straße gleitet fort und fort. Weg von der Insel, wo sie begann …“. Das Wasser ist nicht gestiegen und ich komme an der Schafbrücke über die Saale. Gleich darauf blicke ich auf die Türme der Marktkirche, leider stört das neugebaute und häßliche Mediencentrum diese Sichtachse. Der MDR-Bau ist weniger dem Auge schädlich und gleich darauf begrüßen mich die Glocken der Moritzkirche wie einen alten Freund.  Noch kurz den Weg am Elisabeth-Ensemble, schon bin ich in den Stiftungen und die Tür meiner Bibliothek öffnet sich für einen neuen Tag. Warum ab heute zu Fuß ? Es kann nicht nur am Frühling liegen. Oh nein !

Die Stadtlinie schmeckt mir endgültig nicht mehr! – Immer der Eindruck, die Kontrollen sind  in erster Linie darauf angelegt, die Dauerkunden noch mehr abzukassieren; das Theater mit Marie und dann neue Mitarbeiter, die ausschauen, als wären sie auf einer Demo mit ganz strammen Gesellen rekrutiert worden und sich so auch den Kunden gegenüber benehmen. Ich hatte eine Zeitlang das Gefühl, die Stadtlinie würde sich gut entwickeln, aber diese Kontrollabteilung und die ihr unterordnete (ausgelagerte) Kontrollfirma machen mit Inkompetenz und arroganter Frechheit gegenüber den Fahrgästen alles wieder kaputt. Die Geschäftsleitung kann die Hände in Unschuld waschen.  – Nein, ich habe die Nase voll. Die Stadtlinie hat einen langjährigen Kunden verloren! Herzlichen Glückwunsch !

Viel Zeit habe ich nicht verloren. Mit der Bahn über 25 Min. Zu Fuß 35 Min. Das macht nicht viel aus. Es ist Fastenzeit und ich bin gern auf Schusters Rappen. Für die Straßenbahnkarte kann ich mir sehr viele schöne Schuhe kaufen.

Beim Schlendern, der to. „Die Straße gleitet fort und fort …“