04/30/13

10 Jahre Gut Gimritz

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 ein kleines Paradies

Seit dem 28. April wohnen wir seit 10 Jahren auf Gut Gimritz. Morgen am 1. Mai trifft dies auch für Uli und Katrin Laufer zu. Wir waren die ersten, die auf Gut Gimritz einzogen. Das Gelände war größtenteils noch Baustelle. Viele, die nach uns eingezogen sind, wissen das gar nicht mehr. Und den anderen ist es vielleicht auch nicht wichtig. Und so wird dieses Ereignis wohl  nicht groß gefeiert. Selbst vom damaligen Bauherrn nicht, obwohl der doch Grund hätte, darauf stolz zu sein. Wer nicht will, der hat schon.

Alle, die nach uns gekommen sind, können sagen: Sei 10 Jahren wohnen wir auf Gut Gimritz, aber wir können sagen: Seit 10 Jahren wohnen wieder Leute hier. Wir waren vor 10. Jahren die ersten, die wieder auf der Peißnitz lebten. Wir begründeten das Leben am Fluss. Und das können wir auch miteinander im Stillen feiern.

Euer To.

04/2/13

Lammgrillen im Schneesturm

… war dieses Jahr wirklich kein Spaß, könnt Ihr Euch sicher vorstellen, auch wenn das Lamm am Ende wieder sehr zart war und allen geschmeckt hat. Wie Roula gestern sagte: Zu Ostern bleiben wir zu Hause und feiern gemeinsam Ostern. Am liebsten wäre uns dieses Jahr allerdings die Auferstehung des Frühlings gewesen.

In der Osternacht gab es zunächst die griechische Ostersuppe (Majiritsa):

Suppe und Foto von Hei-Wu

Und jetzt das bereits erwähnt Lammgrillen:

Foto von Hei-Wu, Lamm gewürzt von Hei-Wu

Euer Grillmeister To.

03/19/13

Märzwinter 2013

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So sah heute früh mein Weg in zur Schafbrücke und damit in Richtung Stadt aus. Der Schnee war tief, die Bäume voller Weiß und der Fluss kann die viele Feuchtigkeit bald nicht mehr aufnehmen. Um ein kleines Hochwasser werden wir wohl nicht herum kommen. Morgen soll Frühlingsanfang sein. Aber wir stecken noch mitten im Märzwinter fest.

Euer To.

03/5/13

Winter und Apfelkuchen

Der Winter ist zum Glück vorbei, aber noch vor einer Woche sah es bei uns wie auf dem Bild oben aus. Im Januar waren wir einige Tage an der Ostsee in Winderatt und am Winderatter See. Aber auch dort saßen wir die meiste Zeit im Wintergarten, lasen und ließen es uns gutgehen:

Winter an der Ostsee

Was macht man in einem alten Apfelgarten außer Lesen und Ausruhen? Natürlich, wir haben einen Apfelkuchen gebacken:

 Zuerst den Teig gehen lassen … und ausrollen:

Was ist jetzt als Nächstes dran?

es kommen die Äpfelstücke drauf (Äpfel, die im alten Apfelgarten gewachsen sind) und die Streusel werden nebenbei gemacht…

Mandelstücke und Streusel kommen hinzu…

dann noch backen und fertig ist der leckere Apfelkuchen für entspannte Wintertage.

Euer To.

 

01/22/13

Erinnerung an das Saalehochwasser 2011

Saalehochwasser 2011

Nun ist es bereits zwei Jahre her, seit das Saalehochwasser 2011 über uns kam und wir über eine Woche lang wie auf einer Hallig wohnten. Darüber gibt es hier eine Menge Fotos und Berichte.
Vor Weihnachten habe ich eine Hochwassermarke getöpfert, die, sobald es das Wetter erlaubt, an der Rückseite des Hauses angebracht wird. Und zwar an die Stelle, die das Hochwasser 2011 erreichte. Die kleine Scheibe dient uns als Erinnerung daran und auch als Mahnung. Wir hoffen, dass das Wasser nicht wieder so hoch kommt, wie in den „Halligtagen“ im Januar 2011. Das Hochwasser hatte auch einige gute Effekte, aber das ist eine andere Geschichte.

Euer To.

04/6/11

Erleichterung

… macht sich breit, denn das Rennen auf der Halle-Saale-Schleife, das für das Wochenende am 1. Mai angekündigt war, scheint lt. Halleforum und Bildzeitung vom Veranstalter Hinck abgesagt zu sein. Es war auch letztes Jahr sehr grenzwärtig: Wir wurden verkehrstechnisch eingesperrt und Herr Hinck war, was die Anwohner betraf, auch sehr unfreundlich und wenig kooperativ. Und dann kam der satte Sound der Motoren … bruuuuuuuuuuuuuuuuuummmm, knatterknatterratter ! Von Motorenlärm muss man ein Fan sein, um diesen 2 Tage lang dauerhaft ertragen zu können. Die DDR hat die Rennen 1967 nicht aus Jux und Tollerei aufgegeben, nachdem mit der Neustadt ein neues Wohngebiet entstanden war.

Ansonsten sind Veranstaltungen auf der Peißnitz doch immer sehr schön: Man sitzt vor dem Haus und hört mitunter sehr schöne Musik. Ich genieße das sehr. Das ist alles gut zu ertragen, da wir auch ständig rein und raus können. Und nur selten gibt es Veranstaltungen,  die geschmacklich nicht zu ertragen sind.

Aber an uns lag es wirklich (noch) nicht, dass Hinck und Co. wohl aufgesteckt haben. Es gibt Auflagen für eine solche Veranstaltung und die müssen erfüllt werden. So ist das nun mal.  Manches kann man nicht mehr wiederbeleben oder nicht in dieser Form. Auch im Rennsport ist die Zeit weiter voran geschritten. Aber vielleicht ergibt sich mal die Möglichkeit für ein Museumsrennen, wer weiß.

Aus dem Rennen euer To.

02/1/11

Bis ins 2. Obergeschoss

soll das Wasser bei uns gestanden haben, stand auf einem Internetportal (nein, nicht im Halleforum, woanders). Wenn das der Fall gewesen wäre, hätte der Pegel wohl um die 10m anzeigen müssen und dann wären nicht nur wir abgesoffen, sondern ganz Halle-Neustadt und auch Teile der Altstadt. Davon mal abgesehen, dass die meisten Häuser im Gut gar kein zweites Obergeschoss haben.

Nach der Flut

So schaut es im Moment auf Gut Gimritz aus. Winterstimmung.

Es hat keine Wohnung auf Gut Gimritz bei diesem „Jahrhunderthochwasser“ Schaden genommen. Wer meinen blog bislang gelesen hat, wird gemerkt haben, dass der Keller im Taubenhaus, der Müllkeller ganz viel Wasser und das Untergeschoss des alten Herrenhauses etwas Wasser abbekommen haben. Unser Keller im Parterre am Fluss genauso wie Norlhas Zimmer blieben trocken und bis zur Wohnung wären es noch 1,60 m gewesen, locker ! Also Panik machen und falsche Meldungen verbreiten zählt nicht. Wir wissen es inzwischen besser. Wenn es Probleme auf Gut Gimritz gibt, haben die bestimmt nichts mit dem Hochwasser zu tun.  „Für einen geringen Unkostenbeitrag und eine Kiste Wein pro Tag kann hier jeder bei uns wohnen“ (frei zitiert nach Torfrock).

Ja, und hurra, hurra. Jetzt ist wirklich alles wieder normal. Ich komme durch den Park zur Arbeit und wieder zurück.  Die Welt kann so schön sein, oder ?

Der Flut entstiegen, Euer To.

01/20/11

Der Krisenstab löst sich auf …

Das wird wohl der letzte tägliche Eintrag dieser über eine Woche dauernde Hochwasserblogerei: Gestern Abend waren bereits 5 Stufen auf Jens Ufertreppe wieder frei. Seine Familie und er waren natürlich auch schon wieder zu Hause. Und überhaupt! Wie ich schon vermutete, jetzt kamen alle wieder zurück. Und einige grüßten noch nicht mal. Ich mein, wir wollen ja keinen Heldenorden oder so etwas haben (obwohl wir natürlich selbst an eine Gedenkplakette gedacht haben, hihi), aber so ins „normale Miteinanderleben“ zurückgestoßen, befremdete doch etwas. Wie gut, dass wir am Ende doch noch ein Auto bei einer Transferfahrt in der Flut auf der Halle-Saale-Schleife versenken konnten. Da konnte noch mal wie in alten Tagen hektisch aufgebrochen werden und jemand gerettet werden. Das tat richtig gut. Wein und kleine Leckereien gab es hinterher bei Dani und Frank, „Weicheier“ und „Helden“ saßen gemeinsam beisammen. Auch das tat gut.

Heute löste sich der Krisenstab der Stadt zum Hochwasser auf. Am Ende gab es für uns Gimritzer noch eine Mahnung: Der Krisenstab geht davon aus, dass das Gut Gimritz heute Nachmittag oder morgen wieder erreichbar sein wird. Als „magische“ Grenze gilt der Pegelstand von 6,10 Meter. Gegenwärtig ist die Zufahrt noch nicht wieder freigegeben. Wer die Überfahrt trotzdem wagt, handelt auf eigene Gefahr.

Haben wir gehört! Ob ich auch auf eigene Gefahr handele, wenn ich meine tägliche Pilgerei zur Arbeit und zurück jetzt in Gummistiefeln durch den Gimritzer Park mache, sobald es möglich ist, hat der Krisenstab nicht gesagt. Aber der ist ja jetzt auch aufgelöst. Nun ist bald Wahlkampf, aber dazu bloge ich nicht täglich, sonst bekomme ich die Krise.

Macht det jut ! Euer To.

01/19/11

Der Alltag hat uns wieder

Nach einem „Abschiedsessen“ wieder bei Heinrich mit vielen Leckereien u.a. Rehkeule gestern Abend, versuchte ich heute früh mit Gummistiefeln zum Gimritzer Damm zu waten. Es war noch zu hoch!!! Einzig Temba konnte uns mit dem Jeep bis dahin fahren, so dass viele nun wieder zur Arbeit kamen. Die Zeit des Inselcamps ist vorbei. Und das ist auch ganz gut so.  Die Aufräumarbeiten beginnen. Telefon und Heizung müssen repariert werden. Es muss kräftig aufgeräumt werden. Die ersten Heimkehrer haben sich auch bereits angesagt.

Der Alltag auf Gut Gimritz hat uns wieder. Aber vieles wird nun nicht mehr so wie früher sein. Das hat die Flut gemacht. Und? War das etwa schlecht?

Euer To.