04/1/11

Auf dem Ökohof Tuch

Kaltblüter

Die Japansorgen sind keinesfalls verflogen, aber in diesen sonnigen Märztagen waren wir dennoch einen guten Freund besuchen, der mit seinen Eltern zusammen aus dem Vorwerk Heygendorf ein kleines Paradies geschaffen hat. Wir waren vorher schon sehr gespannt.

Holger kannten wir von unserer ersten  Mittelalterveranstaltung auf der Burg Quedlinburg im Jahr 2006. Dort lagerten wir zusammen mit der Seiferin Kathrin und mit ihm. Er trat dort als Mollenhauer auf und ist auch sonst ein begnadeter Handwerker, der uns später  mit Schmiedesachen versorgte. Er half uns auch bei den zwei von uns organisierten Veranstaltungen in Tilleda. Zudem ist er einer unserer Bio-Dealer und kümmert sich in Halle um den Bio-Abendmarkt. Jetzt waren wir neugierig, wie es bei Holger zu Hause aussieht.

Ökohof Tuch

Nun, das sieht leider nicht so spektakulär aus. Die Ansicht, die wirklich malerisch war,  habe ich vergessen zu fotografieren, nämlich das fast romantische Wohnhaus und der sehr gepflegte Hof mit dem Taubenhäuschen, unter dem ein tiefer Brunnen verborgen ist. Vom Hof selber sieht man sehr schön hinüber zum Kyffhäuser, ein Gebiet, mit dem wir nicht ganz so schöne Erinnerungen verbinden.

Wir bekamen also eine schöne Hofführung und nicht nur das: Ganz herzlichen Dank für die Einladung zu Kaffee und leckerem Kuchen. Ich bin immer wieder erstaunt, was gute und gesunde Zutaten ausmachen. Holger hatte aber von Anfang an an diesem Tag noch etwas anderes mit uns vor: Ganz in der Nähe des Hofes liegt das Märzenbechertal und wir waren zur richtigen Zeit da. An alten Bergwerksruinen kamen wir vorbei und mussten zunächst über den Hügelkamm, um auf dem alten Postbotenweg hinab ins Tal zu gelangen. Zwar wurde es schon langsam dunkel und es waren auch noch nicht alle Märzenbecher aufgeblüht, aber trotzdem war es eine wundervolle Idee gewesen, so wie der ganze Ausflug zum Ökohof von Holger Tuch.

Euer To.

Märzenbechertal

09/14/10

Caballeros Villanos

Was macht ihr denn da im Mittelalter ? Das werden wir immer wieder gefragt. Um diese Fragen zu beantworten, habe ich mich jetzt an die Arbeit gemacht, unseren eigenen Seiten zu unserer „Gruppe“ Caballeros Villanos neu zu gestalten. Seit 2006 ist unsere Leidenschaft die „Lebendige Geschichte“, d.h. Lebenswelten der Vergangenheit so genau und authentisch wie möglich nachzustellen. Momentan beschränken wir uns dabei auf das 10. u. 11. Jhd. , die Ottonenzeit. Da gibt es noch viel zu recherchieren, zu bauen und zu entdecken, alles Weitere auf den Seiten der Caballeros Villanos, dazu auf das Bild klicken…

Euer To.

12/2/09

Auf den Wegen des Cid

Was sind wir froh, dass wir den Jakobsweg bereits 1992 gemacht haben, als dort gerade einmal, wenn man alle Wanderstöcke mitzählte, 10 000 Pilger im Jahr unterwegs swaren. Jetzt sind es ca. 170 000 und da 2010 wieder ein Heiliges Jahr in Compostela ist, wird wohl locker die 200 000 Schallmauer durchbrochen. Und da sind die Busreisenden und sonstige Fußkranke nicht mitgezählt. Es wird Zeit, sich nach (spanischen) Alternativen umzuschauen.

Da gibt es z.B. den

Camino Cid

benannt nach den berühmten spanischen Nationalhelden Rodrigo Díaz de Vivar und auf seinen Spuren. Es geht entweder zu Fuß oder mit dem Auto mehr oder weniger auf die Strecke von Cid Heimatort Vivar nach Valencia. Ob es Unterkünfte wie auf dem Jakobsweg gibt, habe ich noch nicht herausfinden können, man muss wohl eher in Hotels und Pensionen übernachten, aber einen Camino-Pass mit Möglichkeiten dafür einen Stempelnachweis zu erhalten, gibt es auch hier. Statt einer heiligen also eine heldenhafte Schnitzeljagd. Und lernt dabei ein völlig unbekanntes Spanien kennen. Wer kennt schon Orte wie Sigüenza oder Covarrubias? Es lohnt sich, sie kennen zu lernen. Wer es nicht unbedingt möchte, braucht auch dem Cid nicht bis Valencia zu folgen.

Wer es etwas organisierter möchte, denn auf dem Camino del Cid sind sicherlich Spanischkenntnisse vonnöten, so wie in der Frühzeit auf dem Jakobsweg auch, der kann mit der von mir geschätzten Agentur Terraviva in Aragon wandern, Informationen hier:

http://www.terraviva.de/wandern-spanien-aragon/

So schön wie auf dem Jakobsweg wird es allemal ! Auch wenn am Ende keine große Kathedrale lockt. Wichtig ist doch am Ende ohnehin, welches Ziel man sich selber setzt.

Euer To.

06/5/09

Hurra, wir bekommen ein Kind !

Der Sommer hat begonnen und es gibt noch unheimlich viel zu tun, bis wir die Beine hängen lassen können. Immerhin um etwas brauchen wir uns dieses Jahr nicht zu kümmern: Das Kaiserlager in Tilleda. Das Kapitel ist abgeschlossen. Und dem wird auch keine Träne nachgeweint. Das Mittelalter, besonders die Ottonenzeit haben wir deswegen nicht aufgegeben, auch wenn wir nur noch zu dritt sind, denn Marie geht ihre eigenen Wege. Dem Verein haben sich die Lieben aus Gifhorn, Gabi aus Bayern und Jaegoor aus Celle angeschlossen. Für den Neubeginn habe ich die Ottonenzeit wieder aktiviert, Neuigkeiten zu unseren Mittelalteraktivitäten gibt es auf dem Neuigkeitenblog dort. Statt Tilleda wollen wir zusammen mit unseren Freunden vom Wolfsbanner ein ganz anderes Gelände kennenlernen, nämlich die Turmhügelburg Lütjenburg an der Ostsee. Das wird eine Woche Mittelalterurlaub dort zum Kennenlernen. Ich freue mich schon sehr darauf.

Für Marie wird es auch immer spannender.  Japan rückt näher. Ein ganzes Jahr wird sie dort sein, das wird sehr aufregend für alle Beteiligten, denke. Bisher fühlen wir uns von der Organisation, die Marie dies ermöglicht sehr gut betreut und haben uns auch bereit erklärt, auch ein Gastkind aufzunehmen. Paulina aus Venezuela kommt Anfang August und wird auch ein Jahr auf Gut Gimritz bleiben.Hurra, wir bekommen ein weiteres Kind !

Es wird also ein spannender Sommer und er hat eben erst begonnen. Nun muss nur noch die Sonne etwas herauskommen, Euer Torsten