04/2/13

Lammgrillen im Schneesturm

… war dieses Jahr wirklich kein Spaß, könnt Ihr Euch sicher vorstellen, auch wenn das Lamm am Ende wieder sehr zart war und allen geschmeckt hat. Wie Roula gestern sagte: Zu Ostern bleiben wir zu Hause und feiern gemeinsam Ostern. Am liebsten wäre uns dieses Jahr allerdings die Auferstehung des Frühlings gewesen.

In der Osternacht gab es zunächst die griechische Ostersuppe (Majiritsa):

Suppe und Foto von Hei-Wu

Und jetzt das bereits erwähnt Lammgrillen:

Foto von Hei-Wu, Lamm gewürzt von Hei-Wu

Euer Grillmeister To.

05/2/11

Zwei Ausstellungen

Ostern ist vorbei und wurde nach traditioneller Gimritzer Art gefeiert. Allerdings konnten wir am Ostermontag nicht ausschlafen, denn unser japanischer Besuch Yuki ist endlich angekommen und wollte in der Frühe am Feiertag vom Zug abgeholt werden. Yuki ist mit ihrem Studium in Tokio fertig und lebt nun ein Jahr bei uns, um Deutsch zu lernen. So etwas wie ein private Evakuierungsmassnahme aus einem Katastrophengebiet? Mitnichten. Wir hatten es schon vorher vereinbart. Durch die Katastrophe in Japan hatte sich allerdings der Abflug von Yuki in Tokio etwas verzögert. Wir freuen uns jedenfalls sehr, dass sie hier in Halle bei uns ist.

Auf großer Fahrt: Die Franckeschen Stiftungen. Fotoquelle: Halleforum

Zwei Ausstellungen haben wir am Sonntag besucht und dazu natürlich Yuki mitgenommen.  Dabei fällt mir auf, dass ich die Franckeschen Stiftungen, obwohl ich doch bereits seit 20 Jahren auf dem Gelände arbeite, hier nur einmal am Rande erwähnt habe. Die Jahresausstellung des Haupthauses, jetzt nicht mehr Waisenhaus, sondern quasi ein Museum des Waisenhauses von August Hermann Francke, hat sich auf große Fahrt gemacht: Die Entdeckung Amerikas, die Besiedelung Nordamerikas durch Deutsche und die Mission dort durch das Franckesche Waisenhaus bzw. die Beziehungen Franckes zu den pietistischen Missionaren dort.  Der Kurator Dr. Veltmann hat das wieder wunderbar zu einer schönen und interessanten Ausstellung zusammengefügt, an der mich nicht die kleinen Fehlerchen, die sich mal einschleichen, stören, sondern das an den Ausstellungsstücken auch die kleinsten Infos fehlen und man sich anhand von Nummern durch einen kleinen Ausstellungsführer arbeiten muss. Nicht ganz so mein Geschmack. Aber wem das zu mühsam ist, dem empfehle ich eine Führung, am Besten von Dr. Veltmann persönlich. Ausführlicher Bericht mit Fotos zur Ausstellung im Halleforum. .. 

Denn wir wollten noch an diesem Nachmittag zu einer zweiten Ausstellung, der Eröffnung von Doppelpässe – Wie die Deutschen die Mauer umspielten, einer von Michael, einem Freund unseres Gimritzer Präsidenten Dirk, konzipierten Ausstellung. Ehemalige Fußballer, der neue Innenminister Stahlknecht, die OB (auf die wir auch gerne verzichtet hätten) und natürlich die Freunde vom Verein „Fußball ohne Gewalt“ z.B. Bernd und Heinrich waren dort. Ich hoffe, es war auch für Yuki interessant. Marie ist jedenfalls sehr amüsiert herumgegangen. Ich war schwer beeindruckt und habe das auch Sabine, Heinrich und Bernd kundgetan. Weitere Infos hier oder bei

Euer to.

03/9/11

Fastenzeit

Gestern haben wir noch ordentlich dem Wein vom Disibodenberg zugesprochen, ab heute beginnt die Fastenzeit. Das dauert bis Ostern an. Hintergrund ist das vierzigtägige Fasten von Jesus in der (judäischen) Wüste. Ich habe mich dieses Jahr wieder für das Fasten von von alkoholischen Getränken ausgesprochen. Eine diesbezügliche Entgiftung des Körpers tut gut. Sonntage sind in der katholischen Tradition übrigens augenommen. Sie gelten als Oasen in der Wüste des Fastens, um das mal poetisch auszudrücken. Die evangelische Kirche ruft zu einer ganz pfiffigen Fastenaktion auf: Sieben Wochen ohne Ausreden, hier mehr dazu…

Ach, ist schon wieder März. Ich breche am Morgen im Hellen auf. Ein Jahr ist es jetzt her, dass ich meine private Aktion „Pilgern im Alltag“  begonnen habe. Meine Gedanken dazu sind dort nachzulesen und nach dem Ansturm der „Kerkelinge“ auf dem Jakobsweg in Heeresstärke von über 300 000 aktueller denn je.

Dann ist ja noch  Wahlkampf. Es muss sich für den Landtag entschieden werden: In unserem Wahlkreis kann  zum Beispiel Marco Tullner gewählt werden. Er engagiert sich für das Landesmuseum und für Wasserspielplätze. Zur Wahl stellt sich auch Katja Pähle, auf deren Seite ich viel über die SPD erfahre, aber wenig darüber, warum ich sie eigentlich wählen soll. Die SPD spielt mit ihrer Oberbürgermeisterin in Halle ohnehin eine unheilvolle Rolle, deswegen gibt das kein Stimmchen für Katja. „Vier für Halle“ klingt ohnehin bekloppt, „Bier für Halle“ hätte mehr Stimmen gebracht. Da wir ohnehin im Grünen wohnen, stelle ich auch Dietmar Weihrich vor. Der erzählt mir zwar auch nicht, warum ich ihn wählen soll, verweist nur auf ein Parteiprogramm in *.pdf-Format (Leute, ist das so schwer, ein paar Stichpunkte auf die Startseite zu bringen?), aber ist mir ansonsten positiv und engagiert aufgefallen. Außerdem ist er Gärtner und sieht auch aus wie ein Hobbit. Suport your local Hobbit! Linke, Nazis und Piraten kommen mir nicht in unseren Blog. Denn hier entscheiden wir !

Letztendlich muss sich also zwischen Knochenklau-Unterstützer Zorro Tullner und Nasegrün Sam Weihrich von den lokalen Hobbitsen entschieden werden. Wir können ja noch drüber schlafen.

Euer To.

04/18/09

Ostern 2009

Inzwischen fällt wieder sanfter Regen… Aber wir haben ein wundervolles Osterfest gehabt.  Sicher das schönste seit Jahren. Fast 14 Tage lang gab ein wundervollen Sonnenschein und Sommerwärme. Alles steht in voller Blüte: Osterglocken, Tulpen, Obstbäume und mehr.Ostern 2009

Für uns Christen steht Ostern auch für die Auferstehung des Herrn hier und jetzt. In diesem Augenblick! Es ist nicht nur ein Familienfest, wenn sich hier auf dem Gut auch ganz eigene Traditionen entwickelt haben: Dazu gehört der Besuch der Osternacht. Dieses Jahr mit dem kleinen Trupp aus Roula, Annette und mir. Danach wird bei Heinrich die griechische Ostersuppe zu sich genommen. Am nächsten Tag treffen wir uns zum Grillen des Lammes. Dieses Jahr waren die Jungs schon so richtig gut eingespielt, dass wir schon am frühen Abend essen konnten. Ein schönes Bild gibt es von unserem Präsidenten, dem es leider dieses Ostern nicht so toll ging, er machte sich dennoch die Mühe und nahm das Osterlamm ab, hier zu sehen:

Ganz herzlichen Dank auch an alle unsere Ostergäste mit denen wir nach dem Essen noch lange zusammen am Osterfeuer zusammensaßen. Nach Regen und sogar Schnee in den vergangenen Jahren sind wir dieses Jahr mit Wärme so richtig verwöhnt worden.

An unsere Freunde in Nah und Fern ergeht die Bitte um Nachsicht, dass wir diese Osterwoche mal so richtig alle fünfe haben grade sein lassen. Besondere Grüße ergeht an unsere zukünftig Gasttochter Paulina in Caracas, die bestimmt nächstes Ostern mit uns erleben wird, das hoffentlich genauso schön wird. Für Marie, die fleißig Japanisch lernt, haben wir leider noch keine Gasteltern in Japan erhalten. Das wird bestimmt noch.

Bis dahin eine schöne Zeit.