02/17/12

Riesencalamare, Atlantikbrise 14

Astur14a

An Bord der Nautilus auf der Suche nach den Riesenkalamaren

20. Reisetag:
Luarca, durch das wir auf dem Weg nach Navia kamen, hatte sich am Ende als netter Ort entpuppt: Die kleine Stadt ist von beiden Seiten von Felsen eng umschlossen. Der Bebauung sind enge Grenzen gesetzt. Zudem zieht sich ein Bach durch den Ort bis zum Hafenbecken. Der Ort Luarca folgt gehorsam den Windungen. Über all dem erstrecken sich die Bögen des Viadukts der Eisenbahnstrecke Gijon nach El Ferrol. Gerade als wir ankamen, begann im Ort ein Kunsthandwerkermarkt und eine Banda von Dudelsackspielern zog mit der asturischen Fahne voran durch den Ort.
Wir waren nicht zur Besichtigung hier, sondern auf der Spur der Riesenkalamare, von denen wir im Leuchtturm auf dem Cabo Peña gehört hatten und die hier in der Tiefseeschlucht von Aviles leben. Lange ist die Existenz von solch meterlangen Kalamaren (die Weibchen mit Fangarmen von einer Länge bis 22 Meter lang) bezweifelt worden. Allerdings fanden sich in den Mägen von Pottwalen, deren bevorzugte Nahrung große Kalamare sind, die Überreste von gewaltigen Tintenfischen. Es wurden Tierteile oder ganze Teile angeschwemmt. Im Jahr 2001 begann in Spanien ein Forschungs-unternehmen, den Riesenkalamaren auf die Spur zu kommen, ihre Existenz wird seitdem nicht mehr bezweifelt. Zu viele Beweisstücke liegen seitdem vor. In der „Aula del Mar“ in Luarca sind teilweise die Forschungsergebnisse zu besichtigen. Natürlich sind hier keine lebendigen Tiere zu bestaunen, aber die meterlangen Präparate sind auch beeindruckend und ein Besuch ist deswegen dringend angeraten! Schautafeln sind allerdings rein auf Spanisch. Leider wird auf internationalen Besuch noch keine Rücksicht genommen. Das ist schade! Ja, und leider kann ich auch keine Beweisfotos vorlegen. Die riesigen Präparate ließen sich nicht aufs Foto bannen. Hier aber jemand, der es besser konnte… klick

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Fischerboote dieser Größe fingen Riesencalamare ein

Luarca

Ein Blick auf Hafen und Stadt Luarca