03/13/13

Schnee und „Mittelalterspektakulum“

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Ich habe in der Frühe unseren Kater Lasse auf der Fensterbank angetroffen, wie er entsetzt in den Schnee geschaut hat. Das Entsetzen konnte ich teilen. Wir waren doch schon so sehr auf Frühling eingestellt. Das Flusstal hat sich wieder in eine Winterlandschaft verwandelt. Brrrr. Das erste Mail am Morgen bekam ich von der Frühstimme im Radio, die noch vor mir durch den Schnee stampfen musste.Von der Frühstimme zu der Welt ist es nur ein kurzer Schritt. Denn in die Welt hinaus müssen wir alle. Ob aber das „Mittelalterspektakulum“ , sprich Konklave zur Papstwahl in Rom noch etwas mit Welt zu tun hat. Das ist die Frage. Bzw. ist es keine Frage. Die katholische Kirche bietet ein Schauspiel und präsentiert irgendwann einen neuen Papst. Da ist viel Choreographie, aber nicht mehr viel Inhalt dahinter. Jedenfalls kein Inhalt, der uns mehr erreicht.  Deswegen ist es egal, wer Papst wird. Für die Welt, für uns und für den einen Gott ohnehin, der genauso amüsiert auf Rom herabschaut, wie wir es tun. Wenn es ihn gibt…

aber es gibt auch Kunst, Poesie und Liebe, es muss ihn geben…

Euer To.

12/12/12

Schnee fällt

Es ist schön am Morgen durch den Schnee und den Schneeflockenwirbel zu marschieren. Das erinnert mich an die Weihnachtspost. Mein erster Brief wurde heute morgen fertiggestellt und trad. geht der erste Weihnachtsbrief immer an Maike nach Australien. Hier wird der Weihnachtsbrief, der auch sehr persönlich ist, nicht mehr veröffentlicht. Auch die älteren Weihnachtsbriefe werden in nächster Zeit aus dem Netz verschwinden. In der Tat ist das Internet nicht mehr das, was es einst mal war, als Maike und ich anfingen im Netz zu publizieren.

Und dann war da noch die Oberbürgermeisterwahl: Es ging erstaunlich und gut aus (obwohl ich „gut“ am Anfang einer Amtszeit vielleicht nicht sagen sollte) . Bernd Wiegand hat es tatsächlich geschafft und krempelt die Verwaltung um, dass manchen Leuten inzwischen Hören und Sehen vergeht. Und plötzlich gibt es ganz rasch Kontakt zur Stadt, während man zuvor (fast nie) Anwort erhalten hat. Erstaunlich und vielleicht und hoffentlich auch am Ende gut.

Noch einen frohen Advent und ein wunderschönes Weihnachtsfest wünscht,

Euer To.

11/30/10

Schneewinter schon wieder!

Nicht schon wieder ! Es ist Ende Nov. 2010 und der nächste Schneewinter ist über uns hereingebrochen. Wir hatten doch eben erst 3 Monate lang Schneewinter. Das Gefühl beschleicht mich, es war noch gar nicht richtig Sommer und schon liegt wieder Schnee. Ich kämpfe mich am Morgen mühsam durch den Gimritzer Park, um dann mitzubekommen, dass in der Stadt Halle rings herum alles zusammenbricht. Halleforum berichtet darüber hier … Wir leben ja auch in Südandalusien und es gibt bei uns nie Winter, oder? Dabei geht es auch nicht nur um den Winterdienst, der war schon überall aktiv, sondern um die Unvernunft der Leute, die überhöhte Geschwindigkeit und auch das mangelnde Engagement der Privatleute vor Ihrem eigenen Haus mal was zu tun. Firmen eingeschlossen. Auf meinem Weg komme ich am ADAC-Laden vorbei. Immer um Fahrsicherheit bemüht, kann man nicht mal Schnee und Eis vor dem eigenen Laden wegräumen! Der Weg am Schaufenster gleicht einer optimalen Schlitterbahn. Dann bitte aber auch nicht über nicht geräumte Autobahnen schimpfen, liebe PS-Fetischisten vom ADAC.

Immerhin, das muss man positiv sehen, kommt dadurch wesentlich besser Advent- und Weihnachtsstimmung auf. Und das ist doch auch was Schönes, findet jedenfalls

Euer To.

03/7/10

Rückkehr des Winter

Winterblume

Der Winter ist zurückgekehrt. Der Hof ist mit Schnee bedeckt. Die Kälte hält uns dieses Jahr lange in den Bann. Dabei schreit alles nach Frühling. Wenigstens die Sonne scheint zu den Fenstern herein…

An einem Märzmorgen 2010, der To.

02/18/10

Sieben Wochen Schnee …

winde1.JPGDas haben wir lange nicht mehr gehabt: Seit Silvester liegt ununterbrochen Schnee ! Frau Holle schüttelt ihre Betten aus und Väterchen Frost kann sein Zuhause nicht mehr finden. Ganz Deutschland ist von einer Schneedecke bedeckt. Nirgendwo ein Grün. Die Schneeglöckchen bleiben unter dem Schnee.  Wir fahren von Halle los bis nach Hamburg. Die Fußwege sind so vereist, dass dort Schlittschuh gelaufen werden kann. Auf Nebenstraßen ist der Schnee nur durch tiefe Fahrrinnen passierbar. Nur die Autobahnen sind so schön frei, wie es sich gehört.  Weiter hinauf nach Norden, geht das Weiß des Schnees in grauweißen Himmel über, kaum zu unterscheiden von der Farbe der Wiesen und Felder. Einzelne Bäume stehen dort und recken ihre Zweige in den Himmel, warten auf die schöne Dame Primavera. Aber wie schöne und eingebildete Frauen so sind, sie lässt sich Zeit.

Verschneiter Obstgarten

An der Ostseeküste sieht es aus wie in der Antarktis, die Dünung ist erstarrt in Eis. Wir haben uns eine kleine Pause gegönnt und verbringen diese im tiefverschneiten Garten der alten Obstsorten. Kaum sind wir da, gibt es noch mehr Schnee. Eine Tour um den Winderatter See war diesmal wegen dem hohen Schnee nicht möglich, aber die Bisons waren in der Nähe der „Grauburg“ gut zu sehen.

Zwei Mal waren wir in Flensburg, es klappte einmal für den Museumsberg, natürlich waren wir im „Gandalph“ zum Mangas-Einkaufen und kehrten im Marien-Café ein. Bei dem kalten Wetter brauchten wir etwas zum Aufwärmen. Einen kleinen Ausflug unternahmen nach Dänemark, besuchten Sonderburg und das Schloss Gravenstein (Grästen), Sommerresidenz der dänischen Königin. Annette und Paulina gefiel es gut im verschneiten Nachbarland.

Kachelofen und Apfelkuchen

Aber am schönsten war es am Kachelofen ! Nach langen Schlaf konnten wir uns überlegen, was mit dem Tag anzufangen sei. Oder einfach nur dasitzen und in den Schnee schauen. In Winderatt gibt es auch im winterlichen Obstgarten Äpfel satt: winde3.JPGAls Apfelsaft oder Apfel in der Schale. Apfelkuchen mit Streusel haben wir selbst gemacht. Danach wird eine Runde durch den Schnee gemacht. Aber Vorsicht vor den Eiszapfen! Unser Gastgeber muss derweil Hasen aus dem Obstgarten verjagen.

Unsere Gastgeberin hat uns derweil zum Käsefondue geladen. Es wurde ein wundervoller Abschiedsabend mit moldawischen Wein und „Gravensteiner“. Ganz, ganz herzlichen Dank noch einmal ! Wir hatten uns gut erholt, aber nun begann der Alltag wieder.  Der Schnee ist immer noch nicht fort.

Euer To.