11/16/11

Leuchttürme, Atlantikbrise 10

13. Reisetag:

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Ich liebe Leuchttürme. Heute früh sind wir vom Haus hinüber zum Leuchtturm von Tazones gelaufen. Der Vormittag war nicht mehr ganz jung, aber der Ort Tazones wirkte ausgestorben wie um 6 Uhr früh. Erst auf dem Rückweg bekamen wir in der Bar Puerta einen café con leche serviert.

Der Leuchtturm liegt auf der Klippe unserem Haus gegenüber und ist im Jahre 1854 gebaut worden. Dementsprechend sieht seine Fassade viktorianisch aus mit Glas und Eisen. Der Wanderweg dorthin (und darüber hinaus) gehört zu einem der sechs markierten Wanderwege, die die Gemeinde Villaviciosa den Besuchern offeriert. Im Turismo in der Stadt erhält man dazu einen niedlichen Führer mit Kartenmaterial und einen Bleistift, um den entsprechenden Wanderstempel einzuruppeln.

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Die Bucht von Tazones in der Morgendämmerung

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Wanderweg zum Leuchtturm

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Ein eher unspektakulärer „Landleuchtturm“

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Die Glasfassade der Jahrhundertwende

Faru Peñas und Aquarium Gijon

Nach dem zweiten Frühstück sind wir über Gijon zum zweiten Leuchtturm des Tages, dem Faru Peñas am Capo Peñas. Da es ein bedeckter Tag war und ein Sonntag, war es gar nicht so einfach einen Parkplatz zu finden (Das wird noch zur endlosen Geschichte heute). Im Kellergeschoß des außer Dienst gestellten Leuchtturms ist im Kellergeschoß ein kleines Museum zur Meereswelt vor dem Kap von Peñas untergebracht, das mit einem angrenzenden kilometerlangen Spaziergang an den Klippen den Besuch lohnt. Besonders beeindruckt hat uns, dass das Meer dort fast 5 km tief herab geht. In tiefen Meeresschluchten und Kavernen liefern sich Pottwale und Riesencalamare Kämpfe, bei denen fast immer die Wale Sieger bleiben, denn die Calamare sind ihre Hauptbeute. Im Museum gibt es einen schön simulierten Film, der diesen Kampf nachstellt. Auch die Männer, die von Booten aus auf die meeresumtosten Felsen und Felseninselchen klettern, um Muscheln zu ernten, waren bewunderswert.

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Blick auf die Meereswelt von Capo Peñas

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Kampf Riesencalamar gegen Pottwal

Wir gönnten uns nur einen Blick von der Klippe, denn wir wollten ins Schifffahrtsmuseum von Luanco. Leider fanden wir in der ganzen kleinen Stadt keinen Parkplatz und das Museum selbst hatte keinen. Schade !

Wir fuhren weiter nach Gijon. In der Großstadt begann das Trauerspiel fast von vorne, denn dort fanden wir das von Hannes gewünschte Aquarium zunächst nicht. Wir bedanken uns ganz herzlich beim hilfsbereiten Pizzakurier! Endlich gefunden und das Auto untergebracht, lohnte das direkt am Meer untergebrachte Aquarium einen Besuch: Der Eintrittspreis war bezahlbar, die Tierauswahl durchaus vergleichbar mit dem Weltausstellungsaquarium in Lisboa,  in der Anlage sogar etwas schöner, wundervolle Fischwelten blieben in Erinnerung.

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Das Aquarium in Gijon liegt direkt am Meer

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wir sind angekommen in der Wunderwelt des Aquarium

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Wundervolle Fischwelten!

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Auch die Architektur in der Umgebung gemahnte an Meer und Schifffahrt

Der Abend ist nicht so schön wie gestern, als wir schön draußen beim Sidra sitzen konnten. Draußen zieht Sturm auf oder zumindest eine Regenfront. Es hat keiner von uns mehr Lust zur Casa Rural zu gehen. Marie macht Schnittchen für alle. Wir sitzen im „Sala de Estar“. Auch von hier aus sieht man Leuchtturm und Meer …

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Das Wetter wurde schlechter, der Leuchtturm kaum zu sehen

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Marie machte Schnittchen aus asturischen Spezialitäten

Bis zur nächsten Atlantikbrise, Euer To.

11/8/11

Die wilden Pferde Asturiens, Atlantikbrise 9

Nach dem Mittagessen besuchten wir das kleine Ökomuseum in Arqüeru. Das Thema dieses Museums sind die Asturcones, die Wildpferde Asturiens. Es beinhaltet eine herkömmliche zweisprachige Ausstellung (leider nur spanisch und asturisch) mit Schautafeln und Exponaten, schon sehr professionell gemacht und über Dorfmuseumsniveau weit  hinaus gehend. Unbedingt zum Besuch empfohlen ! Außerdem sind da natürlich die „lebenden Ausstellungsstücke“: Vier Asturcon-Pferde, dazu kommen Schafe, Schweine, Hühner. Bei allen Tieren wurden nur alte asturische Rassen genommen, die ihren Ursprung im Mittelalter oder bei den Asturcones im Altertum haben. Nach der Unterwerfung durch die Römer unter Kaiser Augustus verdingten sich viele der asturischen Reiter bei den Legionen als Auxiliare (Hilfstruppen). Sie stellten rund ein halbes Dutzend Kohorten an allen Grenzen des Reiches und man kann deshalb sagen: Die Reiter Roms ritten Asturcones!

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Asturcones im Museum

Im Gegensatz zu der „Früchtepflügefarm“, die wir auch an diesem Tag besuchten (leckeres Früchteeis!) ist das Museum über die Asturcones noch sehr unbekannt und wenig überlaufen. Aber ich empfehle es besonders deswegen, weil es dort etwas ursprüngliches und typisches über Asturien, die Asturer und ihre Pferde zu erfahren gibt.
Wir besitzen in unserem Archäologischen Landesmuseum den berühmten fränkischen Reiter aus Hornstedt. Wenn wir heute wissen würden, welches Pferd jener Reiter benutzt hatte ! Die Asturer haben romanische Abb. von ihren mittelalterlichen Reitern, die zusammen mit den Kastiliern im gemeinsamen Königreich in die Schlacht gegen die Mauren ritten. Diese Pferde waren Asturcones! Wenn wir heute ähnliche Klarheit über die Pferde der Franken oder der ottonischen Sachsen hätten!

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Asturischer Reiterkrieger auf Asturcon (9. Jhd. San Miquel de LLiño)

Heute hat diese alte Rasse für uns die Größe von Reitponies, aber ihr Maß war im Altertum sogar noch einige cm kleiner. Doch waren dies die Reitpferde Roms und später der Reconquista! Immer noch leben einige wenige Asturcones wild  in den Bergen Asturiens. Allein im östlich von Villaviciosa gelegenen Gebirgszug Sierra del Sueve leben noch über 100 Tiere der Asturcones. Insgesamt sind 1500 Asturcones in Asturien registriert.

Euer To.

11/3/11

An der Ría von Villaviciosa, Atlantikbrise 8

 In diesen traurigen und nebligen Tagen habe ich zum Glück wieder etwas Zeit für eine Atlantikbrise, wie ich meine Reiseberichte aus Asturien nenne, kommen wir heute zum …

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Segelboot in der Bucht von Tazones

10. Reisetag:
Wir sind von den Bergen herunter. Es war ein herzlicher Abschied von den Leuten im Hotel „Alto de Estazadas“. Bei noch längerem Aufenthalt wären wir wahrscheinlich in die Familie aufgenommen worden!
Im Regen sind wir gekommen, im Regen sind wir bis Nava gefahren, um dort das Sidraria-Museum zu besichtigen. Es mochte am Regen gelegen haben, aber der Ort gefiel uns nicht, so ging die Reise weiter bis an die Ría de Villaviciosa. Den Ortsnamen muss ich erst einmal üben, um ihn aussprechen zu können. Zur Ría schreibt Roberto Cabo in seinem „Reiseführer Natur Spanen“:
„Nördlich der Kleinstadt Villaviciosa bilden Dünen, Wattflächen, Schilfröhrrichte und periodisch überschwemmte Wiesenflächen ein von den Gezeitenwechseln geprägtes Landschaftsmosaik.“
Eine faszinierende Landschaft!

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 Mündung der Ría von Villaviciosa

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„Unsere“ Casa Rural

Wir sind in der Casa Rural La Atalaya untergekommen. Die Zimmer sind neu eingerichtet und komfortabel. Der Blick geht direkt auf den Atlantik. Aber an die Ehebetten mit nur einer Decke werde ich mich nicht gewöhnen. Ein Restaurant ist an der Casa Rural (Landhaus) angegliedert, das mit einem etwas höheren Preis für das Menü als normal aufwartet, aber dafür eine ausgezeichnete Spoa de Marisco und viel, viel Essen für das Geld inkl. Wein und Nachtisch (Das leckerste Eis bisher in Spanien!) bietet. Zu empfehlen! Wir sitzen nun vor dem Eingang unter dem Vordach und unter Weinranken. Der Blick geht auf eine schöne Hortensie und dahinter auf das Meer, o Mar!, der Atlantik:

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11. Reisetag:

Das Haus oberhalb von Tazones

Leider hatte man in der Casa Rural nur für eine Nacht für uns Platz. Aber die Besitzer verfügten über ein schönes Ferienhaus in der Nähe oberhalb des stark frequentierten Küstenort Tazones. Wir schauten es uns an. Es war malerisch. Es ist eine einzeln stehende Villa an der Klippe oberhalb von Tazones. Zwei oder drei Wohnungen befinden sich darin, wir bekamen die größte mit zwei Schlafzimmern, zwei Bädern und einem großen Salon. Vom Haus konnten wir direkt auf das Meer, auf Tazones und auf den Leuchtturm gegenüber schauen.

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Blick auf Meer und Leuchtturm

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Mein Auto, mein Haus …

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Mein Haus, meine Terrasse …

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… und mein Salon.

Tazones ist ein malerischer Ort, einst nur ein armes Fischerdorf, heute Touristenmagnet. Eine große Hafenmauer und Wellenbrecherwürfel schützen die Bevölkerung vor der Flut. Einen kleinen Strand gibt es dort auch. Annette wäre am liebsten in jede kleine Gasse hinein gerannt. Trinken kann man dort etwas, auch einen gemütlichen Kaffee trinken, aber vom Essengehen ist abzuraten: Viel, viel teurer als in Ribadesella, Gijon oder Villaviciosa. Also nur mit großem Geldbeutel zu empfehlen. Zum Spazierengehen allerdings sehr schön. Auch kann man am Hafen Fisch kaufen …

Tazones

Tazones

12. Reisetag:

Villaviciosa

Der erste Nacht im Ferienhaus oberhalb von Tazones verlief ruhig und erholsam. Gegenüber wies der Leuchtturm den Schiffen den Weg. Ich hätte die ganze Nacht zuschauen mögen.
Wir fuhren nach Villaviciosa zum Einkaufen. Es ist wirklich eine sehr schöne und malerische Kleinstadt mit schönen Gassen und den typischen alten Häusern z.T. mit Glasbalkonen. Wir besuchten die Markthalle, trafen Karl I./V.  (Carlos I.) auf einem Platz und besuchten die Kirche St. Maria de Oliva mit dem hochmittelalterlichen Charme der Alfonso X.-Ära. Leider hatte eine spätere Zeit am Kirchenportal gewütet: Franzosen, Anarchisten oder Karlisten hatten die Heiligenköpfe abgeschlagen.

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Villaviciosa ist auch im Regen schön

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Die Kirche St. Maria de Oliva

Kirche St. Maria de Oliva

Die Madonna am Portal von St. Maria de Oliva

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Markthalle von Villaviciosa, u.a. frischen Fisch gibt es hier zu kaufen

Carlos I. von Spanien, gleichzeitig Karl V. des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation landete am 19. September 1519 in Villaviciosa und betrat das erste Mal die spanische Erde, um seiner Mutter Juana das vereinigte Königreich von Kastilien-León und Aragón zu entreißen. Die Großen Spaniens begrüßten die Machtergreifung,  ließen die letzte Trastamarakönigin Juana für verrückt erklären und in der kastilischen Stadt Tordesillas in „Palastarrest“ gefangen halten. Auch wenn erst der Comunero-Aufstand der kastilischen Städte mühsam zu beseitigen war, begann hier in Villaviciosa der Aufstieg des Habsburgerreiches, in dem die Sonne nie unterging.

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Denkmal für Karl I. von Spanien / Karl V. des Heiligen Römischen Reiches in Villaviciosa

Bis zur nächsten Atlantikbrise, Euer To.

10/17/11

Ein Abend im Alto de las Estazadas, Atlantikbrise 7

Panorama

Eine Bar in Arenas

Wir sind wieder in Las Arenas, Annette und Hannes besichtigen das Käsemuseum und die Höhlen, in denen der Cabrales-Käse reift, während Marie und ich in einer Bar geblieben sind und die Mittagshitze abwarten. Ich gehe einer Lieblingsbeschäftigung von mir nach, in einer span. Bar zu sitzen und den Tag entspannt verstreichen zu lassen. Nehmen wir als Beispiel diese Bar in Arenas, die auch wirklich etwas hat: Holz, Naturstein, Kacheln, dazu skurrile Uhren und alte Haushaltgegenstände an den Wänden. Das wird ergänzt durch den ältliche Barmann hinter seinem Holztresen. Er trägt natürlich Hemd und Pullunder. Ein Original darf nicht fehlen: Ein Mann, der am äußersten Rand des Tresen sitzt, sieht aus wie Don Quixote persönlich.
Durch die geöffnete Tür sehe ich nach draußen: Auch das Ambiente dort ist beachtenswert: Zwar liegt die Bar an der Hauptstraße, aber gegenüber ist eine alte Mauer, eine Straßenlaterne, ein altes Steinhaus mit Holzfenstern und ein Feigenbaum. Ab und zu laufen interessante oder lustige Leute vorbei. Oder: Im Fernsehen läuft „Tour de France“. Da immer Spanier mitfahren, wird das von den alten Männer lautstark kommentiert. Sie lassen sich auch durch Dopingvorwürfe nicht von der Begeisterung abhalten. „Don Quixote“ stellt sich hinzu, wird aber von den anderen links liegen gelassen.  Auch die Barfrau Maria ist interessant: Viel zu dünn, angespannt, konzentriert, macht sie sich mit Raumspray dran, den Comedor (Speisesaal) nebenan wieder frisch zu bekommen, die hübsche Nase immer voran, der haben Alkohol, Zigaretten und fünfunddreißig Jahre noch nichts anhaben können.

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Die Berge, bevor wir uns verirrten

 Calzada Romana

Heute wollten wir wandern. Marie blieb solange am Bach in Arenas sitzen. Der erste Wanderweg führte uns, weil wir den falschen Abzweig nahmen, nur zu einer Finca mit Ziegen und Katzen. Am Nachmittag probierten wir es noch einmal, ob wir die Calzada Romana, die Römerstraße, finden würden. Tatsächlich stießen wir am Hang auf die ersten Reste. Später fanden wir die vollständige Straße vor, die sich in Serpentinen die Berge hinaufwand. Im Gegensatz zu der gewaltigen Heeresstraße, die wir in den Sierra de Gredos vorfanden, war dies eine kleine Straße, gerade mal zwei Legionäre oder ein kleiner Karren hätten in dieser Breite Platz gefunden. Und doch musste dies eine der Hauptverkehrsadern aus den Süden der iberischen Provinzen nach Asturien gewesen sein.

Römerstraße Asturien Calzada Romana

Römerstraße, Calzada romana

 Römerstraße Asturien Calzada Romana

Es war schwül und ich quälte mich hinter Annette her immer höher hinauf. Sie schritt fröhlich voran und die Wärme schien ihr nichts auszumachen. An einem bestimmten Punkt wollten wir umkehren, da es bereits spät war. Das Wetter nahm uns die Entscheidung ab: Plötzlich bauten sich um uns herum Wolken auf, die Bergspitzen verschwanden daran und die dunkle Regen- und Gewittermacht begann von oben die Hänge herunter zu marschieren. Wir bliesen zum Rückzug.

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Gleich fällt uns der Himmel auf den Kopf

Die Strecke unterhalb der Calzada Romana erschien mir als  Weg der „Ents“ (Baumwesen aus dem „Herrn der Ringe“ von Tolkien): Zahlreiche knorrige Nussbäume bewachten den Weg und die Römerstraße. Sie schliefen, konnten aber jederzeit erwachen, träumten von der Zeit, als die Hänge und der Wald ihnen allein gehört hatte. Es begann im Halbdunkel gruselig zu werden. Die Frau, die ihre Hunde ausführte, lachte wohl klammheimlich über uns. Kaum waren wir im Hotel zurück, fiel uns der Himmel auf dem Kopf und es begann zu regnen.

Ein Abend im Alto de las Estazadas

Wir konnten den dunklen Wolken, den Ents und den Geistern der Legionäre rechtzeitig entkommen: Wir setzten uns in die Bar des Hotels, spielten „Siedler von Catan“ und bekamen von der alten Frau, die am Abend den Dienst an der Hotelbar übernahm, eine riesige Platte mit Wurst, Käse und Schinken hingestellt. Mit zwei anderen Gästen stritt sie herum, weil es ihr zu aufwändig war, noch ein Omelett (Tortilla francesa) zu machen. Danach stritten die beiden Herren, ein Alter und ein Junger, Onkel und Neffe oder Vater und Sohn,  miteinander weiter herum: Es ging um die Finanzschwierigkeiten Spaniens, die Unzufriedenheit im Land und um die Demokratie. Am Tresen waren inzwischen zwei junge Männer erschienen, die sich Gin und Limonade mischen ließen. Aber auch da gab es Probleme: Der Gin war alle und der Korpulentere der beiden fühlte sich von der alten Frau benachteiligt. Hastdunichtgesehen verschwand er trotz des Protestes der Alten in der Küche und kam mit einer vollen Flasche Gin wieder. Er goss sich damit das Glas voll. So ging es zu am Abend auf dem Alto de las Estazadas, während von draußen der Regen gegen die Fenster trommelte.

09/17/11

Von Bergen, Käse und Römerstraßen, Atlantikbrise 6

Ich bloge wahrscheinlich noch bis in den Winter an meinen Asturienbericht, aber wir haben auch so viel erlebt! Hier kommt jedenfalls Teil 6 mit dem 7. bis 9. Reisetag:

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Hinaus aus der Brandung des Meeres und hinein in die Berge! Diese sind so nah am Meer gelegen, dass man am Morgen z.B. an der Playa von Guadamía baden gehen und am Nachmittag eine kleine Gebirgstour z.B. bis hinauf nach Covadonga machen könnte. Ach, immer und ewiges Covadonga! Wir zogen diesmal folgende Strecke vor: Von Ribadesella immer am Rio Sella entlang bis Ariondas. Da es ein Samstag war, war der kleine Fluss voll mit Bootstouristen in geführten Paddeltouren. In der Tat sah man den Sella kaum noch bei so vielen bunten Booten. In Ariondas, dem nächsten Ort, wurde uns vorgeführt, wie die Paddler auf das große Abenteuer vorbereitet wurden: Sie mußten sich im Kreis aufgestellen und ein Kursleiter erklärte die Kunst des Paddelhaltens, wie ein Paddel geführt und wie damit mit gesteuert wird. Es sah so herrlich skurril aus!
Dieses Drama ließen wir hinter uns und kamen in die erste Hauptstadt eines mittelalterlichen Spaniens: Cangas de Onis. Wir wollten es diesmal links liegen lassen und Covadonga mit Grotte, Kirche und Helden Pelayo gleichfalls. Abseits des Schlachtfeldtourismus sind wir dem Rio Cares gefolgt und hinein ins Cabrales-Tal gefahren. In Bulines wollten wir die Seilbahn nehmen, bekamen aber keinen Parkplatz mehr. Zu spät aufgestanden! Allerdings war das Panorama der Berge auch schon so atemberaubend genug.
Das touristische Zentrum von Cabrales ist Las Arenas de Cabrales. Dort ist auch Essengehen, Einkaufen und Übernachten möglich. Doch ist es noch lange nicht so überlaufen wie Cangas de Onis. Hinter Las Arenas setzten wir uns statt einer anstrengenden Gebirgswanderung einfach an ein Bachufer und ließen den Tag verstreichen. Bei so einem schönen fließenden Gewässer war bald alles vergessen: Wir sammelten Steine, lasen, fanden einen kleinen Frosch und kühlten unsere Füsse. Es zog Regen auf, wir mussten wieder fort, der Bach plätschert immer noch!

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Unser Ausruhbach

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Wir hatten uns im Vorfeld ein schönes Hotel ausgesucht, aber der Besitzer winkte nur ab. Dabei fuhren wir diesmal gar kein portugiesisches Auto! Stattdessen gab er uns die Visitenkarte eins 5-Sterne-Hotels, einer richtigen Massenunterkunft im Nachbarort. Also zurück nach Cabrales und dort in dem kleinen Ort Canales kamen wir im einfachen Hotel „Alto de las Estazadas“ unter. Der Panoramablick, der niedrige Preis und die Freundlichkeit der Leute dort, besonders der freundlichen und neugierigen Alten, entschädigte für die Einfachheit. Es ist einfach schön, wenn man am Morgen beim Schreiben gefragt wird: „Möchten Sie einen Kaffee?“ Sie verzieh mir rasch mein schlechtes Spanisch und verwickelte mich in ein Gespräch. Mit dem Schreiben wurde es selbstverständlich erst einmal nichts.

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09/5/11

Asturische Identität, Atlantikbrise 5

Unsere Zeit in Camango ist vorbei. Unser kleiner Abschiedsspaziergang führte uns bis in die Sidraría in Melurda zum Sidratrinken. Während wir in der Casa Pachu sitzen und auf den Sidra warten, denke ich darüber nach, was denn unbedingt zur asturischen Identität gehört:

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  1. Das „Cruz de la Victoria“, wir haben es bereits erwähnt. Es ist hinten am Heck jedes asturischen Autos deutlich zu erkennen. Ob ein großes oder kleines Kreuz, damit gibt sich der Asturer auch als Autofahrer als Asturer zu erkennen.
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  3. Der Kornspeicher, der vor jedes halbwegs anständige asturische Haus, egal ob Wohnhaus, Hotel oder Wochenendhaus, gehört, ist natürlich unerlässlich für das asturische Selbstverständnis. Der Hórreo oder Kornspeicher ist ein auf vier Säulen aus Stein stehendes Häuschen, in dem Korn oder Maiskolben getrocknet oder gelagert werden. Die Steine, auf denen das Haus ruht, haben weit vorkragende Ränder oder bestehen aus flachen Platten aus Stein, damit Nager nicht in das Häuschen gelangen können, Auch die Treppen zum Häuschen sind so gebaut, dass es Mäuse oder Ratten nicht gelingen sollte, hinein zu kommen. Die meisten Kornspeicher sind zwar pure Dekoration und haben ihren ursprünglichen Zweck längst vergessen, aber der Asturer hängt an seinen Kornspeicher. Die alten werden gepflegt und restauriert und es werden auch neue gebaut. Erkundigen Sie sich bei den ortsansässigen Firmen! In Westasturien sind auch die länglichen, bereits galicisch geprägten Kornspeicher zu sehen. Diese gehören natürlich nicht zur asturischen Identität. Richtig sind nur die annähernd quadratischen Vertreter der Kornspeicherzunft, die asturischen Hórreos!
  4. Hat der Asturer Durst (Sede) trinkt er natürlich nicht aus einer Gebirgsquelle, sondern er öffnet eine Flasche Sidra. Aus großer Höhe wird in ein bauchiges dünnwandiges Glas eingeschenkt, wobei locker ein Viertel einer Flasche auf den Boden oder sonstwohin geht. Erst dann schmeckt der Sidra natural! Wie lange schon Sidra den asturischen Durst löscht, ist schwer zu erfahren. Zum natürlichen asturischen Selbstbewusstsein gehört zu behaupten, dass der beste Apfelwein der Welt seit mindestens anderthalb Jahrtausend aus Asturien kommt! Neuerdings hat es den Touristen oder den Besitzern der Sidrarías nicht mehr gefallen, dass so viel Sidra verschüttet wird, nun gibt es touristentaugliche Eingießer oder sogar elektrische Eingießmaschinen mit albernen Männchen oder Äpfeln. Selbst Asturien hat den Schritt ins 21. Jahrhundert gemacht! Aber man schämt sich schon ein bißchen, Sidra auf Knopfdruck zu bekommen!
  5. Der Vollständigkeit halber ist die Gaita, der asturische Dudelsack zu erwähnen. Zum Glück für die Umwelt ist aber nicht jeder Asturer des Dudelns mächtig. Das ist den Bands, die hier Bandas heißen, vorbehalten oder solchen Weltmusikstars wie Hevia, der sogar den elektronischen Dudelsack entwickelt hat und das noch vor dem elektronischen Sidraeingießer!

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In der Sidra-Kellerei „El Gaitero“

08/26/11

Tagesmenüs …, Atlantikbrise 4

… oder vom Essengehen in Asturien*

Wir haben wieder  gut in Nordspanien gegessen, es gab eine Ausnahme und die werde ich nicht diskret verschweigen, sondern ausdrücklich und launisch kommentieren. Außerdem bitte ich Paella und Tapas zu vergessen! Kleine Häppchen gibt es zwar in Nordspanien auch, aber die heißen hier Pintxos/Pinchos und werden üblicherweise am Abend zu Getränken gereicht. Das ist sehr nett, es sei denn, man ist bereits vom Abendessen so satt, dass man es nicht mehr würdigen kann.

Die Küche in Asturien ist, wie in den meisten Gegenden Spaniens, die Städte sind da nicht ausgenommen, rustikal und ländlich. Wenn möglich, sollte in den Restaurants eine gute spanische Errungenschaft in Anspruch genommen werden, die sich Menú del día  nennt. Am Abend heißt es mitunter Menú del Cena oder Menú del Noche, gemeint ist das gleiche! Für einen Festpreis von 9 bis 25 € gibt es ein Zweigängemenü, Getränk dazu (in der Regel eine Flasche Wein, aber im Zuge der Modernisierung wird auch Bier gereicht, während die Kombination Vino y Agua immer mehr verschwindet) und am Ende ein Nachtisch (Postre), evt. sogar noch ein kleiner Kaffee (Expresso, in Spanien Café solo genannt) und natürlich ist gefüllte Brotkorb in der Regel kostenlos dazu gehörig!

In vielen Restaurants ist das Menú mit Preis bereits an der Tür angeschlagen oder man kann es in der Karte ersehen. Für Sprachunkundige oder für unbekannte Gerichte empfehle ich „Kulinarischer Sprachführer Spanien“ von Cornelia Adam. Obwohl recht gut beschlagen, was nordspanische Küche betrifft, haben auch wir dort einige Male nachgeschlagen. Wir wollten auch neue Gerichte kennenlernen! Leider ist dieses handliche und nützliche Werk im Moment vergriffen.

Kehren wir zu unserem Tagesmenü zurück, es kann folgendermaßen aussehen: Der erste Gang besteht aus der „Fabada“, der asturischen Bohnensuppe, mit verschiedenen Würsten und Speck in großen Stücken (darf nicht zu fett sein!). Die „Fabada“ ist der asturische Klassiker und sollte wenigstens einmal bei einem Asturienaufenthalt probiert werden. Als zweiten Gang wählte ich Merluza (Seehecht) a la Cabrales, das heißt Fisch (gekocht oder gebraten) mit einer Sauce aus Käse aus dem Cabrales-Gebirge serviert. Cabrales ist ein Art Schimmelkäse vergleichbar mit dem Rouquefort und wird bis heute in Höhlen im Gebirge zur Reife gebracht. In der traditionellen Küche gehört nur das Brot zum Fisch oder Fleisch dazu. Leider hat die Unsitte der Pommes Frites weite, weite Wellen geschlagen und man kann Ihnen zumindest beim zweiten Gang kaum entgehen. Allerdings haben wir bei einigen Restaurants lobend feststellen können, dass die obligatorischen Kartoffelstäbchen selbstgemacht waren und dementsprechend gut schmeckten. War die Auswahl bei Gang 1 und 2 noch übersichtlich, wird es beim Nachtisch oft schwierig. Obst der Saison, Klassiker wie Natillas (aus Milch, Eigelb und Zucker hergestellt, oft mit Vanillegeschmack) und Flan, Karamelpudding, Kokosflan, Yoghurt, Tortenstücke oder Eis stehen zur Auswahl.
*Läßt sich auch auf andere Gegenden Spaniens übertragen

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Die Sidraría Covadonga unter vollen Segeln, hier hat es geschmeckt

Was wir empfehlen und was nicht

Die Zeiten des gepflegten Comedors, des Essenssaals, in dem man in  gepflegter Kleidung speiste, sind endgültig vorbei. Die spanischen Touristen sitzen wie der „gemeine Mitteleuropäer“ inzwischen gerne draußen, auch gerne an der Straße. Klären wir zunächst, was ist in aller Herrgottsnamen eine Sidraría ? Das ist ein Restaurant, in dem auch Sidra ausgeschenkt wird. Vielleicht hatte es früher einfach die Bedeutung einer Apfelweinkneipe, heute allerdings kann man es allerorten mit einem Restaurant gleichsetzen. Das Thema Sidra würde ich gerne etwas verschieben.

Wirkliche kulinarische Höhepunkt gab es auf unserer Reise nicht, aber das eine oder andere können wir doch empfehlen: In Ribadesella die Sidraría und das Hotel „Covadonga“: Gute Küche, große Auswahl im Menü, zudem gutes Preisleistungsverhältnis. Die Theke als Schiff ist schon alleine einen Besuch wert. Kulinarisch war es das beste Essen auf der Reise innerhalb eines Menüs.

In Las Arenas de Cabrales ist es die Sidrería „La Jueya“, die wir empfehlen. Hier lernte ich den Cabrales-Käse als Sauce kennen! Man muss von der Haupstraße (in der Kurve) eine Treppe hochsteigen und von hinten herein. Hier gibt es gleichbleibend gute Küche und sehr nette und geduldige Bedienung, aber kleinere Auswahl. Dafür sehr günstig.

Wer sich nach Oviedo verirrt, wie meine beiden Damen zum „Shopping“, der sollte „Platero y yo“ aufsuchen. Das Essen ist gut und günstig, die Bedienung sehr lieb und zuvorkommend.

Für guten Kaffee, Kuchen, W-Lan und ein nettes Gespräch abseits der Straße ist in Villaviciosa das Confitería Colón zu besuchen. Asturien bietet im Vergleich zu Restspanien wirklich ausgesprochen gute Torten und Süssspeisen. Hier sind sie zu probieren!

Diese Orte stehen stellvertretend für viele weitere, die wir besuchten und wo wir zufriedenstellend bis gut aßen. Einige werden noch im Bericht erwähnt. Auch wenn es das Essen oft keine kulinarische Offenbarung war, so machte doch die Freundlichkeit und Herzlichkeit des Personals vieles wett. Mitunter konnte man bei dem Preis auch nicht mehr verlangen.

Ganz anders lag der Fall hier: Warnen möchten wir vor „El Congréso de Benjamin“ in Villaviciosa, denen wohl der Besuch von Ministerpräsident Zapatero zu Kopf gestiegen ist.

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Hier hat es uns nicht geschmeckt. Die Fabada war viel zu fettig und der Fisch war alt.

Die Bedienung war so freundlich wie die Guardia Civil bei der Festnahme eines Schwerverbrechers. Nahm man an einem Tisch für 6-Personen mit nur vier Personen Platz, wurde man angeschnauzt, als hätte man die Zeche geprellt. Wir hätten gehen sollen. Denn was jetzt kam, war noch viel schlimmer: Die Fabada war fettig, die andere Vorspeise kam  aus der Konserve direkt auf den Teller. Der Fisch war def. vom Vortag und grenzwertig. Selbst mein Nachtisch, Flan, war zusammengefallen, schmeckte aber wenigstens. Wer nun der Meinung war, dann genieße ich wenigstens den Wein, der nicht schlechter war als in anderen Restaurants, hatte sich verrechnet, denn die Kellner-Guardia stand wieder bei Fuß, denn es wollten auch noch andere schlecht essen! Bezahlt und verschwindet, Leute! Drum merke, wo viele Spanier (auch nur Touristen) hinströmen, muss das Essen nicht gut sein. Für mich also die schlechteste Sidraría von ganz Asturien!

 Bis zum nächsten (asturischen) Teil, Euer To.

 

08/19/11

Wandertouren, Atlantikbrise 3

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5. u. 6. Reisetag: Ein Besuch im „Turismo“ von Ribadesella sollte auf jeden Fall eingelegt werden, um den aktuellen Wanderführer dort kostenlos zu bekommen. Unter dem Titel „0 – 900: El paraíso del caminante“ (Wandererparadies) schlägt das Fremdenverkehrsamt 15 Wandertouren rund um den Ort Ribadesella vor. Das geht von einem leichten Spaziergang rund um die Stadt bis zu Gebirgstouren in der Umgebung. Von dem Rundwanderweg über Collera, Meluerda, Camangu und den Jakobsweg zurück, habe ich bereits geredet. Bei unserem letzten Ribadesellabesuch habe wir auch die „Mühlentour“ an den Wassermühlen bei Tresmonte vorbei gemacht und können zumindest den Teil an den Mühlen empfehlen. Diesmal wählten wir eine

Klippenwanderung,

im Führer aus dem „Turismo“ ist das die Nr.4, „Ruta de Orientación, mit 7,6 km Länge und einer mittleren Schwierigkeit angegeben. Diese möchte ich sofort auf „leicht“ korrigieren, ein schöner Morgenspaziergang also, locker in zwei Stunden zu schaffen. Wir hatten am Tag zuvor in Toriellu zu Abend gegessen und stellten unseren Seat León auf dem dortigen Parkplatz an der Hauptstraße ab, der zum Teil auch der Gemeinde gehört. Von dort ist durch enge Gassen von Toriellu die „Plaza con fuente“, die Eisenbahnbrücke und damit der Wanderweg gemütlich zu erreichen. Wir sind nun in entgegengesetzter Richtung wie im Führer empfohlen gelaufen, kamen damit aber gut zurecht. Eine andere Möglichkeit ein Auto abzustellen, besteht übrigens, besteht direkt am Picknickplatz oberhalb der kleinen Ría von Guadamía.

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Heidekraut und immer die Berge im Blick, so ist der Weg zu den Klippen, gleich springt ein „Kerkeling“ aus dem Gebüsch !

Außerhalb von Toriellu verwandelte sich die Route in einen Karrenweg zwischen Wiesen und Heidekraut, von Zeit zur Zeit gab es auch ein kleines abgezäunte Gärtchen. Plötzlich tauchte vor uns ein „Kerkeling“ auf, der sich wohl verlaufen hatte, denn den Jakobsweg hatten wir bereits hinter uns gelassen. Zwei Eukalyptuswäldchen später traten wir durch ein kleines Pförtchen und die Klippen und der Atlantik lagen vor uns. Die Klippen sind mit Elektrozäunen abgesperrt, denn hier werden direkt am Meer Kühe und Ziegen gehalten. Diese sind harmlos !

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Die Klippen sind erreicht, der vom Meer ausgewaschene Kalkstein sieht aus wie ein alter Knochen eines Drachens

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Kurze Pause, die Beine von den Klippen baumeln lassen …

Dieser Spazierweg am Meer auf den z.T. ausgehöhlten Klippen, die Brücken, Tore und tückische Löcher bilden, auch scharfe Felsenzähne, die dem Meer trotzen, ist urtümlich und beeindruckend und endet oberhalb der Ría von Guadamía.

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Felsentor auf den Klippen

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Der Chef der Klippen

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Hier genossen wir kurz den Ausblick auf den kleinen Badestrand bei Ebbe. Der weitere Weg führt zurück nach Cuerres und danach durch die Straßen des Ortes wieder zurück zum Parkplatz von Toriellu.

 

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Die Playa bei Ebbe

Tosende Brandung

In der Nacht hatte es geregnet, aber wir sind an die Playa de Guadamía gefahren, dorthin wo der gleichnamige Bach sich durch die Klippen einen etwa 500 – 600m langen Einschnitt in die Klippenwand in Richtung Meer gegraben hatte. Es war wie am Vortag Ebbe und wir konnten auf dem Sand bis zum Ausgang der Ría laufen, immer wieder den Zustrom des Baches durchquerend. Dort schäumte die Brandung und tobte. Es war herrlich auf das Meer zu schauen. Das Geräusch der Brandung müsste man in Dosen abfüllen lassen. Es war heute nicht möglich, weit herauszuschwimmen, aber selbst nach einem kurzen Meerbad fühlt man sich herrlich erfrischt. Kleine Plattfische tarnten sich im Sand. Ich hätte dort stundenlang sein können.

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Playa de Guadamía bei Ebbe, diesmal auf der Suche nach dem Meer

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Die Klippen aus der Brandung heraus besehen

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Auf die andere Seite geblickt, ist alles etwas ruhiger, aber dann:

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Nach einer gemütlichen Mittagspause kehrten wir zu den Klippen zurück. Nun war Flut und die Brandung tobte, prallte, donnerte gegen die Karstfelsen, dass das Wasser nur so schäumte und hochspritzte. Die Ría war inzwischen vollgelaufen. Kaum zu glauben, dass wir da unten vor wenigen Stunden noch standen und herumliefen. Dazu herrschte ein wundervolles Licht! Wir machten ein paar schöne Fotos und ließen es uns zwischen den Klippen gut gehen, bis es uns zu wild und zu feucht wurde.

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Da hatte wir eben noch gebadet !

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Was für ein phantastisches (Sturm-) Licht an diesem Tag !

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Ich wagte mich zwischen die Klippen in die Brandung, …

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während Marie sich in der Rolle der Sturmbraut gefiel.

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Da wurde sie wenigstens nicht so nass wie ich …

Hoffentlich bis zum 4 Teil wieder trocken,
Euer To.

08/15/11

Der Fürst von Asturien, Atlantikbrise 2

und sein kleines Fürstentum.

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3. u. 4. Reisetag: Ohne Geschichte kommen wir bei unseren Reisen nicht aus. Da dies aber ein Erholungsurlaub ist und vielleicht auch nachgeahmtes „Füße hochlegen und auf das Meer schauen“ anregen möchte, wird dies natürlich kurz und knapp gehalten. Bewusst sollte aber werden, dass wir uns in Asturien im ältesten Teil des heutigen Königreiches Spanien befinden. Nach der islamischen Invasion, die im Jahre 711 das Westgotenkönigreich von Toledo beseitigte, fanden sich in den Bergen bei Covadonga die Herzöge von Asturien, Pelayo, und von Cantabria, Pedro, zusammen, um dem arabischen Feind Paroli zu bieten. Der Streich gelang, Pelayo wurde König und Asturien war geboren. Dies kann an historischer Stelle nachvollzogen werden: Von Ribadesella ist es nicht schwer, zur Stätte des Sieges nach Covadonga zu kommen. Einfach nach Arriondas fahren und danach den Hinweisschildern folgen. Eine Zwischenstation in Cangas de Onis lohnt sich, um die romanische Brücke zu besichtigen, die neben einer kleinen Kirche das einzige ist, was von der ehemaligen Gebirgsresidenz des frühen asturischen Königreiches übriggeblieben ist. Immerhin begann man erst rund 150 Jahre später aufzuschreiben, was eigentlich genau passiert war. Da können einige wichtige Kleinigkeiten schon verloren gegangen sein. Fehlendes müssen wir durch arabische Quellen ergänzen. Immerhin wissen wir noch, dass neben den Mauren die Bären der ärgste Feind der Asturer war. Der zweite König Fafila fiel im Kampf gegen so einen pelzigen Honigdieb. Und da wir uns schon fragten, wo der Herzogskollege von Pelayo, der Herr Pedro von Cantabria, bei dem Ganzen blieb: Pedros Sohn Alfonso und Gatte der Tochter von Pelayo wurde König und da er gerade Langeweile hatte, jagte er den Mauren die Nachbarprovinz Galicen und die wichtige Stadt Astorga ab.

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Aber für die mächtigen Emire in fernen Córdoba war Asturien lange Zeit ein abhängiges Gebirgskönigreich, dessen Könige schon mal die Spitznamen „Maurenkätzchen“ tragen konnten. Asturien wurde erst mächtig, als seine Könige südlich der cantabrischen Berge auf der Hochebene operierten und die Mauren bis zum Duero und darüber hinaus verdrängten. Da hieß das Königreich aber bereits León nach der neuen Hauptstadt und später wurde daraus das Königreich Castilla y León. Bis heute ist der Fürst von Asturien der Thronfolger des spanischen Königreiches. Dieser heißt im Moment Felipe und leider haben wir ihn nicht in Asturien angetroffen. Er hat, so war es im Fernsehen zu sehen, ganz woanders Urlaub gemacht. Seine Fahne tauchte nur kurz bei der U19-Europameisterschaft im Fußball auf, die Spaniens Jugend natürlich gewann (Campeones de todos), wurde vom Trainer aber sofort wutentbrannt fortgeschafft, was eine Kontroverse in den spanischen Zeitungen auslöste. Irgendein Amt oder ein Bedeutung in der autonomen Region „Fürstentum von Asturien“ besitzt Felipe übrigens nicht. Nur wenn der „Prinz-von-Asturien-Preis“ in Oviedo, der Hauptstadt Asturiens, in verschiedenen Kategorien ähnlich dem Nobelpreis verliehen wird, ist der Fürst Felipe natürlich dabei.
Die Fahne Asturiens schaut so aus. Sie zeigt das „Cruz de la Victoria“ (Siegeskreuz) auf königlichem Blau und soll seit Pelayos Zeiten benutzt worden sein. Aktuelle Informationen zu Einwohner, wirtschaftliche Lage und wie viele Einwohner auf einem Quadratmeter wie viele Dudelsäcke blasen können, gibt es sehr schön und aktuell bei Wikipedia …

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Ribadesella

In Ribadesella hat sich seit dem letzten Besuch nicht viel verändert. Der Strand ist immer noch schön. Die Stadt drängt sich nach wie vor an die Felsen und die Ría verändert sich in den Gezeiten von Ebbe und Flut. Die Touristeninformation ist inzwischen vom Kornspeicher in der „Neustadt“ zurück an den Hafen in einen Neubau gezogen. Die Marina ist gewachsen und sicher ist eine neue Generation von Kellnern herangewachsen. Bei Sonnenschein ist das Städtchen mit Sella-Mündung, Strand und Bergkulisse nahezu traumhaft. Wir sind hinauf zur Ermita gestiegen und schauten einen Moment (der viel zu kurz war) auf den Atlantik:

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Der Strand von Ribadesella

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Die Sella-Bucht

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Die Ermita

Unterhalb der Ermita de Guía gibt zwei sehr interessante thematische Promenaden. Es beginnt mit der Mythologie Asturiens, dort gibt es etwas zu lesen über Nuberu, Trasgu, Xana und Co. (aber nichts über Kellner-Hobbits und „Kerkelinge“). Im Anschluß sind schöne Keramikwände angebracht, die etwas über die Geschichte von Ribadesella erzählen. Zwei Punkte möchte ich, da ich diese aus dem Ärmel schütteln kann und sie mir am Wichtigsten sind, erzählen:

Von Höhlenmalerei und dem Schachkönig

Die größte Sehenswürdigkeit in Ribadesella ist das Höhlenzentrum der Cueva de Tito Bustillo. Dort bitte nach den Öffnungszeiten oder Zugangsbeschränkungen fragen. Bei dieser Höhle handelt es sich um eine sogenannte Bilderhöhle. Ich bin zwar inzwischen der Meinung, dass man die sehr versteckt und im Dämmerlicht nicht immer gut erkennbaren Bemalungen und Höhlenzeichnungen besser auf gut gedruckten Büchern erkennen kann, aber wer einmal dieses Höhlengefühl bekommen möchte, ist hier an der richtigen Stelle. Laut einer Datierung, über die ich bei Tito Bustillo verfüge (aus Lorblanchet: Höhlenmalerei, ein Handbuch), fertigten hier Menschen die Malereien vor etwa 14 500 Jahren an. Man fasst diese Jäger- und Sammlergesellschaft unter dem Begriff „Franco-Cantabrische“ Kultur zusammen. Dazu ausführlich bei Wiki mehr …

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Und so stellt sich unser Keramikkünstler aus Ribadesella die Bemalung der Höhle vor …

Die eigentliche Stadtgründung von Ribadesella fand unter dem kastilischen König Alfonso X. mit dem Beinamen „Der Weise“ (*1221- +1284 ) statt, der zahlreiche Städte an der Küste gründete oder Ihnen das Stadtrecht verlieh (was oftmals die erste urkundliche Erwähnung darstellt). In dieser Funktion trat er gleichfalls in den Orten Villaviciosa, Luerca und Navia auf. Anders als in Altkastilien, wo die Orte das Mittelalter konserviert zu haben scheinen, wovon Stadtmauern, Kirchen, ja selbst Profonbauten zeugen, ist das 13. Jahrhundert des Alfonso X. aus dem Stadtbild von Ribadesella vollständig verschwunden. Nur die Keramikwand im Verlauf der Themenpromenade erinnert einzig an ihn.

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Alfonso X, der Weise, übergibt die Gründungsurkunde der Stadt Ribadesella

Alfonso X. trat anders als seine Vorgänger nicht als Kriegskönig, sondern als Mann der Verwaltung, der Wissenschaft und der Kunst auf. Er ist der erste König aus Spanien, der auch versuchte, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches (deutscher Nation) zu werden. Und er ließ ein reichbebildertes und umfangreiches Schachbuch schreiben und ausmalen, deswegen nenne ich ihn den „Schachkönig“. Auch ein friedlicher König darf nicht nicht in Frieden sterben. Am Ende seines Lebens bedrängt und vom eigenen Sohn Sancho entmachtet, starb Alfonso, der König des Schachs und der Troubadoure, verzweifelt und all seiner Träume beraubt. Spanien, vielmehr seine Barone, hatte sich für den nächsten Krieg entschieden! Alfonso hinterließ uns sein Schachbuch, die wundervollen „Cantigas de Santa Maria“ und ein Gesetzeswerk, Siete Partidas und das Fuero Real, das seiner Zeit weit voraus war. Kehren wir aus der Geschichte nach Asturien zurück:

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Blick von der Ermita nach Ribadesella, hier gibt es nur kleine Hotels, keine Bettenburgen!

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Drachen gibt es auch in Ribadesella, allerdings nur als „Lichtbringer“ an Hauswänden

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Möwen sitzen auf einem alten Bootswrack in der Ría von Ribadesella

Bis zum dritten Teil des asturischen Reiseberichtes, Euer To.

08/11/11

Atlantikbrise 1

„Ferien, Ferien, Ferien!“, lautete mein erleichterter Kampfruf. Über drei Wochen lagen vor uns, in denen wir nur entspannen und auf das Meer, ein richtiges Meer, den Atlantik, schauen wollten. Uns ging es weniger um Sehenswürdigkeiten, die werden dennoch erwähnt, sondern darum, einmal die asturische Küste abzureisen, einen Gesamteindruck zu bekommen. 2002 waren wir schon einmal in Asturien, hier  unser damaliger Eindruck …

Bilboko Aireportua (Flughafen Bilbao)

1. Reisetag: Dazu passenderweise mussten wir durch die Walfischrippen aus Beton gehen, dem Untergeschoss des Flughafens von Bilbao, auf die Schalter des Autoverleihes zu. Der Flughafen von Bilbao (baskisch = Bilbo) besticht durch sein außergewöhnliches Design, viel schöner als die Zweckbauten in Leipzig und München. Kunst kommt von Können, hier wieder eindrucksvoll bewiesen!

„Unser Seat León“ wurde vom aus den Wolken auf Bilbao aufgeklatschten Walfisch ausgespien, hinein in den baskischen Regen und auf die Schnellstraßen rund um die Stadt. Wir blieben auf der E-70, der Autopista del Cantabrico, die uns über Torrelavega bis nach Asturien, genauer gesagt kurz vor die Kleinstadt Ribadesella, führte. Heute ist diese Autopista auf den meisten Abschnitten, ein Blick in eine aktuelle Karte bringt hier jedermann Klärung, als Autobahn (meistens die A8) ausgebaut. Mit Tunneln und gewagten Brückenkonstruktionen wurde die gebirgige Küste dem Verkehr gefügig gemacht. Ich kannte diese Straße schon, als sie sich bergauf und bergab quälte, die Ría bei Laredo nur über eine schmale Brücke überquerte und sich durch die Straßen von Torrelavega schlängelte. Dieses romantische und mühsame Reise ist endgültig vorbei!

Die Kinder waren schon auf der Fahrt begeistert vom Atlantik und der grünen Landschaft, durchbrochen von Rías und kleinen Stränden. An der Grenze zum Fürstentum Asturien begrüßte uns kurz die Sonne und wischte die Schleier des Nuberu, des asturischen Nebelgeistes, fort und wir sahen die Picos de Europa, wie von einem Lichtstrahl kurz angestrahlt. Wir waren in den kleinen Gassen des Ortes Camango (astur: Camangu) angekommen. Ohne die Wegweiser des Gastgebers hätten wir die Casa Rural L‘Alceu nicht gefunden. In die engen Straßen von Camango oder dem Nachbarort Meluerda paßte jeweils ein Auto, aber nicht mehr! Die Ferienwohnung war rustikal, aber hell und gemütlich. Es gab schöne Bodenfliesen und dem Jugendstil nachempfundene Lampen, die gut zum Holz und Stein gut paßten. Nichts wirkte kitschig, nicht übertrieben, wie es in Deutschland oft geschieht. Lufthansaflug, Mietauto und erste Ferienwohnung wurden uns dankenswerterweise (wieder einmal!) von Alexandra Lendle organisiert.

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Unser erstes Ferienhaus  auf dieser Reis, zur  Casa Rural L‘Alceu gehörig. Man beachte die Katzen.

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Den ersten Tag konnten wir nur in den Regen gucken …

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… oder etwas spazierengehen. Durch diese engen Straßen mussten wir auch mit dem Auto fahren.

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Da gab es alte Anwesen anzuschauen …,

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Hortensienhecken und …

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… nasse Eselchen.

Katzen, Kellnerhobbit und Kerkelinge

2. – 3. Reisetag: Der Regen ist vorbei. „Das ist doch kein Sommer dieses Jahr“, erzählte uns eine alte Frau, die wir auf einem Spaziergang nach Meluerda trafen, „Wir haben doch schon Juli!“ Nicht weit vom Ferienhaus trifft man auf einen mit gelben Zeichen versehenen Wanderweg, der auf den kleinen Straßen und auf Wanderwegen bis Cuerres führt. Auf dem Jakobsweg kann man auf einem Karrenweg über Collera und Meluerda zurücklaufen. Über Teilabschnitte entscheidet jeder selbst! Wir lieben diese Spaziergänge auf den engen Straßen an Hortensien- oder Montbretienhecken vorbei. Mitten im Ort gibt es einen karstigen Hügel, auf dem wachen die Schafe. Auch sie sind vom Regen durchnässt. Es ist wirklich kein Sommer!

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Erst als der Regen aufhörte, stellten wir einen besonderen Service der Casa Rural (Landhaus, Landhotel) fest: Die Besitzerin hielt sich viele Katzen, Perser- und Siammischungen, aber auch ganz normale Landkatzen. Da schaut auch schon einmal eine Katze zum Fenster herein! Für katzenverliebte Reisende natürlich schön! Nach Aussehen und Charakter vergaben wir bereits Namen wie Björn oder Cortez.

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Nach den Haustieren ist auch die asturische Mythologie, mit der hierzulande so eifrig geworben wird, zu ergänzen. Bekannt sind bereits der Trasgu, der Hauskobold, die Xana, die Quellnymphe, und der Nuberu, dem bereits erwähnten Nebelgeist. Diesen Gestalten können wir nun den asturischen Hobbit hinzufügen. Er ähnelt sehr Frodos Freund Sam aus dem „Herrn der Ringe“, trägt die hobbittypische Weste und die zerzausten Haare seiner Art. Er serviert in Fischrestaurants gerne Merluza a la Romana und füllt tiefe Teller so lange mit Fischsuppe, bis sie überlaufen. Leider taucht seine freundliche Art nur selten auf in den Restaurants. Das heißt aber nicht, dass die Asturer unfreundlich sind, vielleicht etwas wortkarg das ja, aber sonst: im Gegenteil!

Eine weitere neue mythologische Art in Asturien ist der „Kerkeling“. Er ist eingewandert bzw. er wandert durch. Früher trat diese mythologische Gestalt nur in Einzelfällen im nördlichen Zentralspanien auf dem Camino de Santiago bzw. Camino francés auf. Man nannte sie in der Regel Jakobspilger oder auf span. Peregrinos, d.h. Pilger. Zu Beginn der Neunziger Jahre des vorherigen Jahrhunderts waren sie noch so selten, dass sie von Passanten Kaffee serviert bekamen oder um eine Unterkunft in den Bergen fürchten mussten (etwa 10 000 Wanderer im Jahr, die meisten Spanier).

 

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Der Camino de Santiago kurz vor Ribadesella

Heute ist aus der einsamen Jakobspilgerei von einst eine Massenbewegung geworden, die mit fast 300 000 Leuten auf allen möglichen Jakobswegen Spanien zerpilgert, was kleine Hotels, Bars und Geschäfte am Rande der Wege natürlich freut. „Kerkelinge“ nannten wir die Leute nach dem Autor des in Deutschland am Besten verkauften Buches zum Thema. Das soll nicht beleidigend für die Leute oder den Autor sein, sondern nur feststellen, dass es ein Unterschied ist, ob man einem Trend vorausgeht, etwas Neues für sich entdeckt, ob man einen Trend schafft oder ihn vermarktet oder diesem Trend hinterherhechelt. Auch die „Kinder von Torremolinos“ waren einst „trendy“ und man schaue sich nun am Mittelmeer die Küsten an.

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Pilgerwegweiser. Es ist heutzutage für einen „Kerkeling“ fast unmöglich, sich zu verirren.

 Zum Glück brauchen die „Kerkelinge“ noch keine Bettenburgen, aber Spanien ist es also tatsächlich gelungen, aus einer alten mittelalterlichen Pilgertradition einen Massentourismus zu machen. Der Weg ist hier in der Tat das Ziel, nämlich diesen auszubauen und zu pflegen und für diesen neuen Touristentyp nutzbar zu machen. Längst ist Asturien, das alte Ferienziel der hitzegeplagten Spanier, nicht mehr so billig wie einst und die Immobilienkrise hat auch hier viele Menschen an den Rande der Existenz gebracht. Der durch Asturien verlaufene Nordweg für die „Kerkelinge“ schafft neue Einnahmequellen. Wie wissenschaftlich abgesichert die Wegführung wirklich ist, kann ich dem Freund historischer Wahrhaftigkeiten nicht sagen. In der Gegend um Ribadesella herum, in der ich mich gerade befinde, habe ich das Gefühl, das bestehende Karrenwege und Dorfstraßen dem ungefähren Verlauf des Nordweges angepaßt worden sind. Und man will ja schließlich nicht auf der Schnellstraße laufen, oder? Die „Kerkelinge“ gehören auf jeden Fall zu Asturien wie der Trasgu, die Berge oder der Sidra. Aber zum letzteren kommen wir noch später.

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Man trifft sie fast täglich, Wanderer auf dem Camino de Santiago

Kurze Pause, dann folgt der Teil 2, Euer Tras – To.